Donnerstag, 31. Dezember 2009

Silvester

Auch hier der obligatorische Beitrag zum Jahreswechsel :)

Wir werden ein wahrscheinlich ziemlich verfressenes (dank Raclette) und verkichertes (dank guter Mischung aus Familie und bester Freundin) Silvester mit ganz vielen Spielen etc. haben. Wenn die Stimmung so bleibt, wie sie seit dem Aufstehen ist... prima! Dann muss ich nur noch meine latente Müdigkeit bekämpfen.

So - nun wünsche ich euch ein wunderbaren Rutsch ins neue Jahr - möge es so werden, wie ihr es euch wünscht!

Dass jede Gabe, die Gott Dir schenkt, mit Dir wachse,
und Dir dazu diene, denen Freude zu schenken, die Dich mögen.
Dass Du immer einen Freund hast, der es wert ist, so zu heißen,
dem Du vertrauen kannst, der Dir hilft, wenn Du traurig bist,
der mit Dir gemeinsam den Stürmen des Alltags trotzt.
Und noch etwas wünsche ich Dir:
Dass Du in jeder Stunde der Freude
und des Schmerzes die Nähe Gottes spürst –
das ist mein Wunsch für Dich, und für alle, die Dich mögen.
Das ist mein Wunsch für Dich – heute und alle Tage.

(Irischer Segenswunsch)

Dienstag, 29. Dezember 2009

Immer wieder nervig!

Und obwohl ich weiß, dass sich die Aufregung nicht mal ansatzweise lohnt... ich könnte jedesmal... also wirklich... *aaaargh* *grmpf*

Worum es geht? Ach so... ja, sollte ich mal eben erwähnen. Stimmt.

Es geht um Wörter, die sich scheinbar in den normalen deutschen Sprachgebrauch einschleichen, von (zu) vielen für richtig gehalten und hemmungslos genutzt werden. Und da hab ich 2 spezielle Wörter, die mich jedes Mal zum laut aufmuckenden Klugscheißer werden lassen. Nicht, dass mir das sonderlich schwer fallen würde.

1. Zumindestens
Gibt's nicht. Es gibt 'zumindest' und 'mindestens'. Aber keine Verschmelzung aus beiden. Schön, dass Herr Duden und Herr Zwiebelfisch-Sick (meine 2 allerliebsten Experten) hier auf meiner Seite sind.

2. fande
Also z.B. "Ich fande das Buch interessant."
Wie kommt man bitte schön auf diese Idee? Zum ersten Mal hörte ich 'fande' bei einer von Töchterleins Freundinnen. Und wunderte mich. Dann hörte ich es immer öfter. Sehr gerne auch im TV, wenn Menschen in der Fußgängerzone unaufgefordert ein Mikrofon ins Gesicht gedrückt wird, um sie mit ach so originellen Fragen zu überfallen.

Es gibt sicher noch mehr solcher ganz persönlichen Aufreger. Das sind die beiden Spitzenreiter. Dass man sich aber auch an solchen Kleinigkeiten aufhängen kann... also echt jetzt... tzzzz :)

Sonntag, 27. Dezember 2009

Das war 2009...

... der etwas andere Jahresrückblick. Hab ich bei LieschenMueller gemopstmopst (also über Umwege irgendwie *stammel*)

Zugenommen oder abgenommen?
Leider nicht abgenommen (wie auch *augenroll*) und gottseidank nicht zugenommen *hauahauahaua*

Haare länger oder kürzer?
Gleichgeblieben. Kurzhaarfrisur eben.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ich würde ja sagen genauso kurzsichtig wie 2008. Wobei der entsprechende Augenarzt- und/oder Optikerbesuch zur Kontrolle nicht stattfand.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Keine Ahnung... ich schätze mal, ungefähr gleich viel.

Der hirnrissigste Plan?
Die stückweise "Renovierung" von Töchterleins Zimmer. In der Theorie super. Sicher auch in der Praxis... aber warum einen Saustall renovieren? *schulterzuck*

Die gefährlichste Unternehmung?
Ich war auf'm Riesenrad. Ich. Und das mit Höhenangst. *örks*

Der beste Sex?
Fand statt :)

Die teuerste Anschaffung?
Neue Waschmaschine.

Das leckerste Essen?
Alles, was ich nicht selbst machen musste *grins*

Das beeindruckenste Buch?
"Beim Leben meiner Schwester"

Der ergreifendste Film?
"Gran Torino"

Die beste CD?
Am meisten dudelte wohl die ABBA-CD im Auto.

Das schönste Konzert?
Habe dieses Jahr kein Konzert besucht.

Die meiste Zeit verbracht mit...?
Meiner Familie

Die schönste Zeit verbracht mit...?
Meiner Familie

Vorherrschendes Gefühl 2009?
PMS *schieflächel*

2009 zum ersten Mal getan?
Gebloggt

2009 nach langer Zeit wieder getan?
Im Chor gesungen.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
- Operationen
- Toter Kater
- Panikattacken

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dazu fällt mir nix ein...

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Toby ein neues Zuhause zu geben.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Der negative Befund des Knotens in meiner Schilddrüse.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
"Du bist mir eine sehr gute Freundin."

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Keine Ahnung... soll ich jemanden fragen?

2009 war mit einem Wort?
Durchwachsen

Freitag, 25. Dezember 2009

25. Türchen...

... Quatsch *lach* Bloß eine kleine "Stand der Dinge"-Meldung am 1. Feiertag :)

Das Krippenspiel in der gestrigen Christvesper hat gut geklappt und kam auch beim "Publikum" gut an. Uff. Da fiel mir schon das ein oder andere Steinchen vom Herzen.

Zuhause dann Bescherung. Alle glücklich und zufrieden. So darf das gerne immer laufen. Es war ein schöner Heiliger Abend und ich hoffe, dass du - ja du, liebe/r Leser/in - einen ebensolchen hattest!

Heute war/ist ein fauler Tag. Draußen regnet und stürmt es schon den ganzen Tag. Prima. So konnten wir (fast) alle bespielbaren und/oder schaubaren Geschenke ausprobieren.

Beim Mittagessen gab's ein Pfeifkonzert. Aber nicht von der Familie, weil es nicht schmeckte - sondern durch die Rolladengurtdingenskirchens, weil es draußen eben so abartig stürmt.
Und eben guckte ich mit Töchterlein ihre neue DVD "Hannah Montana - Der Film". Ich hätte ja mit allem gerechnet... aber nicht damit, dass ich weinen muss.

Hier ist der Grund:

Video entfernt

PS: Die CD von Miley Cyrus ist auch überraschend gut *staun*

Das war's für heute - bis die Tage!

Donnerstag, 24. Dezember 2009

24. Türchen

Gott kommt gern -
verlässt den Himmel,
weil er weiß, dass es
auf der Erde längst nicht
mehr himmlisch ist.

Gott kommt gern -
nicht nur einmal im Jahr.
Gott kommt gern -
in den Abgrund meiner Seele.
Gott kommt gern -
in meine Ehekrise.
Gott kommt gern -
in den "Stallgeruch" meines Lebens.
Gott kommt gern -
weil er uns gerne erlösen möchte.
Gott kommt gern -
in dem er mir einen Menschen in den Weg schickt,
dem ich meine Not sagen kann.
Gott kommt gern -
weil die Liebe sein Antriebsmotor ist.
Gott kommt gern -
so wie er es damals versprochen hat -
als Heiland zu dir und zu mir.

(Heidi Heinemann)


In diesem Sinne:
Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest!

DfA am Heiligen Abend

Der fragende Adventskalender - das Finale - heute fragt nochmal Sonja :)

1. Gehst Du an Heiligabend noch einkaufen?
2. Vorsätze im neuen Jahr?
3. Hat der Kalender Spaß gemacht?

1. Nach Möglichkeit vermeide ich das. Da mir bis jetzt noch nix aufgefallen ist, was wir noch dringendst benötigen... bleibt es dabei, dass wir heute nicht mehr losziehen müssen.

2. Mache ich nie. Meine Disziplinlosigkeit hat mich gelehrt, es einfach sein zu lassen *schäm*

3. JAAAAAAA :)

Mittwoch, 23. Dezember 2009

23. Türchen

An meine regelmäßigen, unregelmäßigen, seltenen und zufälligen Reingucker :

Ich
wünsche Euch
ein frohes Weihnachts-
fest, ein paar Tage
Gemütlichkeit mit viel Zeit
zum Ausruhen und Genießen,
zum Kräfte sammeln
für ein neues Jahr. Ein
Jahr ohne Seelenschmerzen und
ohne Kopfweh, ein Jahr ohne Sorgen,
mit so viel Erfolg, wie man braucht,
um zufrieden zu sein, und nur so viel
Streß, wie Ihr vertragt, um gesund zu bleiben,
mit so wenig Ärger wie möglich und
so viel Freude wie nötig, um 365 Tage lang rundum
glücklich zu sein. Diesen Weihnachtsbaum der guten
Wünsche überreiche ich Euch mit vielen herzlichen Grüßen
Euer
Schäfchen

DfA - 23.12. und mehr...

Der fragende Adventskalender - heute fragt Caro :)

1. Hast Du alles Vorgenommene geschafft?
2. Böllerst Du an Silvester?

3. Was gibt’s an Silvester zu essen?


1. Ich hatte mir nix besonderes vorgenommen *breitgrins*

2. Evtl. ein paar Knallfrösche o.ä. weil die Kinder daran eine helle Freude haben. Ich bräuchte den ganzen Böller-Knall-Rauch-Dreck-Kram ja nicht...

3. Silvester? Essen? Wo ich immer noch nicht weiß, was wir an den Feiertagen essen? Diät wäre ne gute Idee. Nulldiät. Jawoll.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

UUUUUURLAUUUUUUB *jubel*

Töchterleins Schule hat den einen beweglichen Ferientag vergeben. Plapperflummi "muss" heute nochmal. Allerdings nur gemeinsames Frühstück und Schulgottesdienst. Überraschenderdings ist das Töchterlein zusammen mit PF zur Grundschule gefahren. Wollte die alten Lehrer mal besuchen :)

Und bis zum Schul-GoDi ist noch ne Weile. Ich hätte z.B. einkaufen können. Oder noch irgendwas hochnotwichtiges im Haushalt erledigen können. Aber trotzig und egoistisch wie ich bin, hab ich mich - nachdem der Kleinkram das Haus verlassen hatte - mit K&K (Katzen & Kaffee) auf die Couch gepflanzt und ne Runde Frühstücksfernsehen geguckt. Ein sehr seltener und wahrscheinlich zutiefst trashiger Luxus. Aber ich hab's genossen!

Um auf die Katzen zurückzukommen. Die beiden guckten heute Morgen leicht bis mittelschwer verdutzt, als die Haustür klapperte... die 2 Plappermäuler verschwanden... und ich plötzlich wieder da war. Das gibt's sonst nicht. Ich hätte mich beömmeln können. Diese Blicke. Ich habe die Fellträger ziemlich verwirrt.

Aber damit hab ich ja gestern schon angefangen. Da schiebe ich doch einfach den Sessel weg und pflanze eine Tanne ins Wohnzimmer? Und hänge auch noch schillerndes Zeugs dran? Und Lichter? Sehr spannend für Toby und Bella. Die beiden sind ganz offensichtlich der Meinung, zum Baumschmuck zu gehören. Denn sie drapieren sich äußerst geschmackvoll unterm Baum. Immerhin nicht IM Baum. Ich bin sehr dankbar.

Ach ja - beim Thema Baum greift die lange vernachlässigte Rubrik "Naturgesetz" mal wieder. Natürlich hab ich die Minilichterkette vor dem In-den-Baum-Friemeln getestet. Natürlich hat sie hübsch geleuchtet. Natürlich war das In-den-Baum-Friemeln eine reine Nervensache und ich war höchst erleichtert, als endlich alle Lichter befestigt waren. Natürlich hab ich dann erst mal den ganzen anderen Kram in den Baum geworfen. Und natürlich wollte ich dann den fertigen Baum mit allerlei *hachmach* bestaunen. Und natürlich - man ahnt es schon - funktioniert die Minilichterkette seit dem nicht mehr! Wenigstens leuchtet die uralte - aber heimeliges Licht verbreitende - Pseudo-echte-Kerzen-Kette. *seufz*

(oooops - das ist aber lang geworden *g*)

Dienstag, 22. Dezember 2009

22. Türchen

Wir bitten Gott, den Allmächtigen
er möge uns behilflich sein:

Dass wir Weihnachten nicht wie Karneval feiern,
dass wir das Wunder von Bethlehem
nicht mit einem Musical plus Domführung
plus Reeperbahn plus Hafenrundfahrt
und Rhein in Flammen verwechseln,
sondern dass wir die Stille und das Heilige,
nicht nur in der Nacht neu entdecken-
unser kleines und endliches Sein spüren,
aber mit Jesus Christus gleichsam neu
auf die Welt kommen, auch wenn wir schon
betagt sind.

Grosse Freude ist uns verkündigt worden,
soll in uns leben. Erbarmen und Zuversicht
werden uns begleiten.

Christus ist unter uns - urjung und uralt,
Freiheit und Erlösung als Geschenk.


(Hans Dieter Hüsch)

DfA - 22.12.

Der fragende Adventskalender - heute fragt Sonja :)

1. Hast Du Engel?
2. Bist Du froh, wenn der ganze Rummel wieder beendet ist?
3. Was wirst Du nächstes Jahr anders machen?

1. Ja, hab ich :)

2. Naja... wenn ich an das Krippenspiel denke, bei dem ich diesmal mitspiele... und daran, dass ich immer noch keinen Plan hab, was wir über die Feiertage wohl essen werden... ja, dann freue ich mich ein klein wenig auf die Tage danach *schieflächel*

3. Das wird sich in ca. 11-12 Monaten rausstellen. Soll ich berichten? *lach*

Montag, 21. Dezember 2009

21. Türchen

Das größte Geschenk

Wenn ich mein Haus perfekt mit Tannenzweigen, Lichterketten und klingenden Glöckchen schmücke, aber keine Liebe für meine Familie habe, bin ich nichts als eine Dekorateurin.
Wenn ich mich in der Küche abmühe, kiloweise Weihnachtsplätzchen backe, Feinschmeckergerichte zubereite und zum Essen einen wunderschön gedeckten Tisch präsentiere, aber keine Liebe für meine Familie habe, bin ich nichts als eine Köchin.
Wenn ich in der Suppenküche mithelfe, im Seniorenheim Weihnachtslieder singe und all meinen Besitz an die Wohlfahrt spende, aber keine Liebe für meine Familie habe, nützt es mir gar nichts.
Wenn ich den Weihnachtsbaum mit glänzenden Engeln und gehäkelten Eisssternen schmücke, an tausend Feiern teilnehme und im Chor Kantaten singe, aber nicht Jesus Christus im Herzen habe, dann habe ich nicht begriffen, worum es eigentlich geht.

Die Liebe unterbricht das Backen, um das Kind zu umarmen.
Die Liebe läßt das Dekorieren sein und küsst den Ehemann.
Die Liebe ist freundlich trotz Eile und Stress.
Die Liebe beneidet andere nicht um ihr Haus mit ausgesuchtem Weihnachtsporzellan und passenden Tischtüchern.
Die Liebe schreit die Kinder nicht an, sie sollen aus dem Weg gehen, sondern ist dankbar, daß es sie gibt und sie im Weg stehen können.
Die Liebe gibt nicht nur denen, die etwas zurückgeben können, sondern beschenkt gerade die mit Freuden, die das Geschenk nicht erwidern können.

Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, erduldet alles.
Die Liebe hört niemals auf.
Videospiele werden zerbrechen, Perlenketten werden verloren gehen, Golfschläger werden verrosten.
Aber das Geschenk der Liebe wird bleiben!

(Quelle: http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php/topic,1069.75.html)

DfA - 21.12.

Der fragende Adventskalender - heute fragt Caro :)

1. Kannst Du Ski laufen?
2. Was machst Du am 1. Weihnachtstag?
3. Und was am 2.Weihnachtstag?

1. Nein.

2. Am Morgen gehen wir in den Gottesdienst. Danach gibt's (hoffentlich) lecker Essen und dann ist Geschenke benutzen angesagt.

3. Keine Ahnung. Nix?

Sonntag, 20. Dezember 2009

20. Türchen

Tradition

Es war einmal vor langer Zeit kurz vor Weihnachten, als der Nikolaus sich auf den Weg zu seiner alljährlichen Reise machen wollte, aber nur auf Probleme stieß:

Vier seiner Elfen feierten krank, und die Aushilfs-Elfen kamen mit der Spielzeug-Produktion nicht nach. Der Nikolaus begann schon den Druck zu spüren, den er haben würde, wenn er aus dem Zeitplan geraten sollte.

Dann erzählte ihm seine Frau, dass ihre Mutter sich zu einem Besuch angekündigt hatte; die Schwiegermutter hat dem armen Nikolaus gerade noch gefehlt! Als er nach draußen ging, um die Rentiere aufzuzäumen, bemerkte er, dass 3 von ihnen hoch schwanger waren und sich zwei weitere aus dem Staub gemacht hatten, der Himmel weiß wohin.

Welch Katastrophe!

Dann begann er damit, den Schlitten zu beladen, doch eines der Bretter brach und der Spielzeugsack fiel so zu Boden, dass das meiste Spielzeug zerkratzt wurde - Shit!

Frustriert ging der Nikolaus ins Haus, um sich eine Tasse mit heißem Tee und einem Schuß Rum zu machen, jedoch musste er feststellen, dass die Elfen den ganzen Schnaps versoffen hatten - is ja mal wieder typisch! In seiner Wut glitt ihm auch noch die Tasse aus den Händen, und zersprang in tausend kleine Stücke über den ganzen Küchenboden verteilt. Jetzt gabs natürlich Ärger mit seiner Frau.

Als er dann auch noch feststellen musste, dass Mäuse seinen Weihnachts-Stollen angeknabbert hatten, wollte er vor Wut fast platzen. Da klingelte es an der Tür.

Er öffnete und da stand ein kleiner Engel mit einem riesigen Weihnachtsbaum. Der Engel sagte sehr zurückhaltend: "Frohe Weihnachten, Nikolaus, ist es nicht ein schöner Tag? Ich habe da einen schönen Tannenbaum für dich. Wo soll ich den jetzt hinstecken?"

Und so hat die Tradition von dem kleinen Engel auf der Christbaumspitze begonnen...

DfA - 20.12.

Der fragende Adventskalender - heute fragt Sonja :)

1. Echte Tanne oder Plastik mit Duft?
2. Welche Farbe hat der Christbaumschmuck?
3. Hast Du eine Krippe?

1. Ich traue mich ja kaum, das laut zu schreiben *höhöhö*... aber hier wird eine (durchaus hübsche und von anderen schon für echt gehaltene) Plastiktanne stehen. Aber ohne Duft. Nur mit Schmuck und Lichtern und hübsch und so :)

2. Verschiedene Rottöne und Gold.

3. Eine ganz winzige, angedeutete, in sich gepuzzelte Holzkrippe. Kann sich das irgenjemand vorstellen, was ich meine? Nee, oder? Moment mal *kameraschnapp* *knipps*


Et voilà:

Samstag, 19. Dezember 2009

19. Türchen

Die 25. Stunde

Viel Zeit liegt vor uns. Er gibt uns diese Zeit, Hunderte von Tagen, Tausende Stunden - allein in diesem Jahr. Wie sehr werden wir immer wieder von Gott reich beschenkt!
Nur: Wie oft sagen wir gerade das Gegenteil: «Ich habe zu wenig Zeit. Die Zeit ist knapp.» Oder, noch drastischer: «Dafür habe ich leider überhaupt keine Zeit.» Leider auch des öfteren: «Keine Zeit mehr für Gott.»

Und so geschah eines Tages folgendes: Besorgt meldeten die Engel dem Schöpfer, dass die Menschen fast gänzlich aufgehört hätten zu beten. Daraufhin beschloss der himmlische Rat, die Ursachen durch eine Schar von Engeln untersuchen zu lassen.

Diese berichteten folgendes: Die Menschen wissen um das Fehlen ihrer Gebete und beklagen es. Aber leider hätten sie trotz ihres guten Willens einfach keine Zeit zum Beten. Im Himmel war man verblüfft und erleichtert: Statt des befürchteten Abfalls handelte es sich also nur um ein Zeitproblem!

Die himmlischen Räte überlegten hin und her, was zu tun sei. Einige meinten, man solle durch entsprechende Maßnahmen das moderne, hektische Leben abschaffen. Eine Gruppe schlug sogar eine Bestrafung des Menschengeschlechtes vor: «Das wird schon seine Wirkung tun», sagten sie und verwiesen auf die Sintflut.
Das Ei des Kolumbus aber fand ein junger Engel: Gott solle den Tag verlängern! Zur Überraschung aller war dieser einverstanden. Er schuf eine 25. Tages-Stunde.
Im Himmel herrschte Freude: «So ist Gott eben», sagte man, »Er hat Verständnis für seine Geschöpfe.»

Als man auf der Erde zu merken begann, dass der Tag eine Stunde länger dauerte, waren die Menschen verblüfft und, als sie den Grund erfuhren, von Dankbarkeit erfüllt. Erste Reaktionen waren vielversprechend: Es werde zwar einige Zeit dauern, so hörte man aus informierten Kreisen, bis die Anpassung vollzogen sei, aber dann werde sich alles einspielen. Nach einer Zeit vorsichtiger Zurückhaltung ließen die Bischöfe verlauten, die 25. Stunde werde als «Stunde Gottes» in das Leben der Menschen eingehen.
Im Himmel wich die anfängliche Freude bald der Ernüchterung. Wider alle Erwartung kamen im Himmel nicht mehr Gebete an als bisher, und so sandte man wiederum Boten zur Erde. Diese berichteten:

Die Geschäftsleute ließen sagen, die 25. Stunde - für die man sich durchaus zu Dank verpflichtet sehe - habe durch die Umstellung der Organisation Kosten verursacht. Durch erhöhten Einsatz müssten diese Kosten eingearbeitet werden. Man bitte um Verständnis für diese Sachzwänge.
Ein anderer Engel war bei der Gewerkschaft. Erstaunt, aber doch höflich wurde er angehört. Dann erklärte man ihm, die neue Stunde entspreche eigentlich einer längst überfälligen Forderung der Gewerkschaft. Im Interesse der Arbeitnehmer müsse sie für die Erholung freigehalten werden.
In Kreisen der Intellektuellen wurde über die neue Stunde viel diskutiert. In einer vielbeachteten Gesprächsrunde im Fernsehen wurde vor allem darauf hingewiesen, dass dem mündigen Bürger niemand vorschreiben könne, was er mit dieser Stunde zu tun habe. Die Idee der Bischöfe, sie als «Stunde Gottes» im Bewusstsein der Menschen zu verankern, müsse als autoritäre Bevormundung zurückgewiesen werden. Im übrigen sei die Untersuchung darüber, wie die neue Zeiteinheit entstanden sei, nicht abgeschlossen. Naiv-religiöse Deutungen aber könnten dem Menschen auf keinen Fall zugemutet werden.

Dem Engel aber, der zu den kirchlichen Kreisen gesandt worden war, wurde bedeutet, dass man ohnehin bete. Der Eingriff des Himmels, so sagte man, dürfe auf jeden Fall nur als ein Angebot verstanden werden, als ein Baustein der persönlichen Gewissensentscheidung.
Einige gingen noch weiter und sagten, aus der Sicht der kirchlichen Basis sei die ganze Angelegenheit kritisch zu bewerten: Die Zweckbindung der 25. Stunde zugunsten des Gebets sei eng und könne auf gar keinen Fall «von oben» verfügt werden, d.h. ohne entsprechende Meinungsbildung «von unten». Manche Pfarrer betonten, wie dankbar sie für die zusätzliche Zeit seien, deren sie dringend für ihre pastorale Arbeit bedürften. Und so hatten eigentlich fast alle einen Grund, warum die dazugewonnene Tagesstunde nicht dem Gebet gewidmet sein könne.
Einige Engel aber berichteten von Menschen, die die geschenkte Zeit wie jede andere Stunde ihres Lebens aus den Händen Gottes annahmen: Für ihre Aufgaben, für den Dienst an den Mitmenschen, für die Teilnahme an der heiligen Messe und - für das Gebet, für das sie jetzt noch leichter Zeit fanden als bisher.
Darüber waren die Engel freilich auch verwundert: Diejenigen, die die 25. Stunde tatsächlich in den Dienst Gottes stellten, waren dieselben, die schon bisher genügend Zeit zum Beten gehabt hatten.

So erkannte der himmlische Rat: Das Gebet ist eine Frage der Liebe. Zeit allein bringt kein Beter hervor. Diejenigen, die nicht beten wollen, werden auch mit einem längeren Tag «keine Zeit» zum Beten finden. Zeit haben, genau besehen, immer nur die Liebenden.

Daraufhin wurde beschlossen, Gott zu bitten, die 25. Stunde wieder abzuschaffen und auch die Erinnerung daran aus den Köpfen der Menschen zu löschen. Und so geschah es.

DfA - 19.12. und mehr...

Der fragende Adventskalender - heute fragt Caro :)

1. Wie findest Du diese Weihnachtsmänner, die übers Balkongitter o.ä. klettern?
2. Sollte man bunte und blinkende Lichterketten verbieten?
3. Was gibt es sonst noch für schlimme Weihnachtsdeko?

1. Anfangs ziemlich witzig und originell. Bis sie an jedem 2. Haus emporkletterten...

2. Auf JEDEN Fall sollte man diese augenkreberzeugenden Teile verbieten!

3. Lametta. Geht gar nicht.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

So. Die Weihnachtsfeier hab ich überlebt. Ohne dicken Kopf oder ähnliche Begleiterscheinungen. Wir hatten viel Spaß, superleckeres Essen, einiges an Alk (wobei ich mit 2 Eierpunsch, 1 Kakao mit Amaretto, 1 Alster und 2 Bullenaugen mit Abstand die genügsamste Person des Abends war) und es war ein toller Abend :)

Der Morgen danach:
Kleiner Wocheneinkauf, Kinderaufhübschen beim Frisör und ein Abstecher zum zweitliebsten Tierbedarfsladen. Ist es völlig gaga, wenn man über Weihnachtsgeschenke für die Katzen nachdenkt? Das Spielzeug und das Katzengras hätten wir eh gekauft... dafür gibt's für die Fellträger lecker Thunfisch an Heiligabend :)

Ach - als ich mit dem Katzengras an der Kasse stand, fragte die Kassiererin ihre Kollegin: "Weißt du zufällig... das hier *mitdemgraswedel*... ???" Antwort: "1.600!"
*glubsch*
Meine Bemerkung: "Ich hoffe, das war nur ne Kennziffer!!!" hatte ein fröhliches Prusten der Kassiererin zur Folge :)

Freitag, 18. Dezember 2009

18. Türchen

Die Wahrheit kann man nicht kaufen

Chosroes, Kaiser von Persien, hatte sich gegen alle Hoffnungen von seiner schweren Krankheit erholt. Da rief er seine Berater zusammen und sagte: "Ich möchte heute von euch wissen, was ihr von mir haltet. Meint ihr, dass ich ein guter Kaiser bin? Sprecht die Wahrheit ohne Furcht. Dafür möchte ich jedem von euch einen Edelstein schenken."

Einer nach dem andern traten die Berater vor mit schönen Worten und übertriebenen Lobreden. Als der weise Elaim an der Reihe war, sagte er: "Mein Kaiser, ich möchte lieber schweigen, denn die Wahrheit kann man nicht kaufen."

Da sprach der Kaiser: "Ist gut. Dann werde ich dir eben nichts geben. Also, jetzt kannst du deine Meinung offen sagen."

Da sagte Elaim: "Mein Kaiser, du willst wissen, was ich denke. Ich denke, dass du ein Mensch bist mit vielen Schwächen und Fehlern, genauso wie wir. Aber deine Fehler wiegen viel schwerer, denn das ganze Volk stöhnt unter der Last der Steuern. Ich denke, du gibst eben zu viel Geld aus, um Feste zu feiern, Paläste zu bauen und vor allem, um Krieg zu führen."

Als der Kaiser das hörte, wurde er nachdenklich. Dann ließ er seinen Beratern je einen Edelstein austeilen, wie er versprochen hatte. Elaim aber ernannte er zu seinem Kanzler.
Am nächsten Tag traten die Schmeichler vor den Kaiser. "Mein Kaiser", sagte der Wortführer, "den Händler, der dir diese Schmuckstücke verkauft hat, sollte man aufhängen! Denn die Steine, die du uns geschenkt hast, sind falsch."
"Das weiß ich schon", antwortete der Kaiser. "Sie sind so genau so falsch wie eure Worte."

(Quelle: www.k-l-j.de)

DfA - 18.12.

Der fragende Adventskalender - heute fragt Sonja :)

1. Liegt bei euch schon Schnee?
2. Freut ihr euch auf Weihnachten?
3. Habt ihr ein Räuchermännchen und wenn ja, darf er seinem Laster auch nachgehen oder dient er nur zur Deko?

1. Ja und es schneit unaufhörlich weiter.
2. Ja.
3. Nein, wir haben kein Räuchermännchen.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

17. Türchen

Heute mal musikalisch - nix zum gucken - nur zum hören (lohnt sich aber!) :)


Video entfernt

Seit Jaaaahren kann ich mich da immer wieder wegwerfen vor Lachen *g*

DfA - 17.12.

Der fragende Adventskalender - heute fragt Caro :)

1. Kommt ein echter Weihnachtsmann bzw. Christkind?
2. Wann ist Bescherung?
3. Mußt Du etwa noch immer die letzten Geschenke kaufen?

1. Nein. Aber dazu fällt mir ein: Plapperflummi überraschte mich letztens mit der Feststellung, dass es den Weihnachtmann ja gar nicht gibt. Ich erwartete schon ein altkluges: "Ihr bringt ja die Geschenke!". Statt dessen kam aber: "Der Weihnachtsmann wurde schließlich nur erfunden. Die Geschenke bringt nämlich das Christkind!" *hachmach*

2. Am 24. am späten Nachmittag bzw. frühen Abend.

3. Nö. Ich habe fertig :)

Mittwoch, 16. Dezember 2009

16. Türchen

Bänder im Baum

Der Mann saß im Zugabteil am Fenster und wagte es nicht, seinen Blick auf die vorbeiziehende Landschaft zu richten. Er war allein im Abteil.
Vor Jahren hatte er sich von seiner Familie trennen müssen - denn er war mit dem Gesetz in Konflikt geraten, wie es so schön hieß. Seine Eltern und Geschwister musste er schonen; noch bevor alles bekannt wurde, hatte er sie verlassen; seitdem weigerte er sich beharrlich, Kontakt mit ihnen aufzunehmen.
Die Schuld nagte an ihm, man sah es ihm an: Er konnte sie nicht einfach loswerden. Nun, er hatte seine Strafe zwar abgebüßt. Aber, wenn er einmal versagte hatte: Wer konnte ihm garantieren, dass er nicht ein zweites Mal schwach werden würde? Konnte er von sich behaupten, dass er jetzt ein anderer Mensch sei? Hatte er wirklich einen guten Kern? War er ein guter Mensch? Oder hatte die nagende Stimme in ihm recht: "Du bist und bleibst ein Versager, eine Last und Schmach für deine Familie und die Gesellschaft"?

Der Mann, der in dem Zug der Entscheidung entgegenfuhr, seufzte laut. Er dachte an seine Familie, die jetzt wohl zu Hause seinen Brief bekommen hatte. Er stellte sich die Gesichter einzeln vor, jedes für sich. Sein Vater. Seine Mutter. Sein kleiner Bruder (Wie groß mochte er jetzt sein?). Seine Schwester (Ist sie wohl inzwischen verheiratet?). Sein Onkel, der mit zur Familie gehörte, genauso wie sein Vetter.
Er sehnte sich nach seiner Familie. Die Jahre, in denen er jeden Kontakt zu ihnen vermieden hatte, waren schmerzhafte Jahre gewesen. Er wollte ihnen jede Peinlichkeit ersparen, aber es war ihm nicht leichtgefallen. Jetzt, wo er auf den Weg zu ihnen war, wusste er, wie sehr er sie die ganze Zeit geliebt hatte.
Zum ersten mal kamen Worte über seine Lippen: "Bei Gott, ich hoffe, sie weisen mich nicht ab."

Der Zug näherte sich der Stelle, an der sich alles entscheiden würde. Der Mann wurde immer unruhiger, jetzt blickte er zum Fenster hinaus, wie gebannt. Er wartete darauf, dass das Unvermeidliche geschehen würde: Die Ablehnung.
Er hatte seiner Familie geschrieben, dass er sie nicht belästigen wolle, wenn sie nichts mehr mit ihm zu tun haben wollten. Er würde mit dem Zug an ihrem Hof vorbeifahren, und auch an dem Baum, in dem er schon als Kind seinen Namen geschnitzt hatte.
Wenn sie wirklich nichts mehr von ihm wissen wollten, dann bräuchten sie nichts zu unternehmen. Er würde an diesem Baum vorbeifahren, nur einen Blick darauf werfen und weiterfahren, immer weiter. Er würde nicht mehr zurückkehren.
Wenn Sie aber nur eine kleine Chance sehen würden, dass er sich bei ihnen einfinden könne - und sei es nur für ein paar Tage - dann sollten sie ein buntes Band in den Baum hängen. Er würde es sehen, der Zug fuhr ja geradewegs an diesem Baum vorbei. Und wenn dort wirklich ein Band im Baum hängt, dann würde er am nächsten Bahnhof aussteigen. Dann würde er zu ihnen zurückkehren.
Wenn dort ein Band im Baum hängt, nur dann.
Noch konnte er den Baum nicht sehen. Wenige Sekunden noch. Seine Hände verkrampften sich.

Der Zug hatte sich ein wenig in die Kurve gelegt und sein Tempo verringert. Der alte Eichenbaum kam in das Blickfeld des Mannes, der sich vor diesem Augenblick so gefürchtet hatte.
Seine Hände verkrampften sich noch mehr, als er den Baum sah. Tränen standen in seinen Augen. Er senkte den Blick, weil er nicht glauben konnte, was er sah.
Er hatte darum gebeten, ein einzelnes buntes Band in den Baum zu hängen, wenn seine Familie ihm noch eine Chance geben würde. Aber da hing kein einzelnes Band. Nein, der ganze Baum war über und über mit Bändern behangen, sie flatterten im Wind wie bunte Vögel; hundert, vielleicht sogar zweihundert Bänder, unübersehbar. Die Botschaft war eindeutig: Nicht nur eine Chance sollst Du haben. Nein, hundert Chancen: Weil wir an das Gute in dir glauben. Weil wir an dich glauben.

(Quelle: www.k-l-j.de)

DfA - 16.12.

Der fragende Adventskalender - heute fragt Caro :)

1. Was ist an Weihnachten selber unverzichtbar?
2. Und was ist an Weihnachten total überflüssig?
3. Gehst Du in die Kirche?

1. Die Besinnung an den Ursprung des Festes. Warum feiern wir Weihnachten? Weil Jesus geboren wurde, um die Menschheit zu erlösen!

2. Wenn die Zeit davor und das Fest selbst in Stress ausartet.

3. Ja. Mach ich aber auch sonst - nicht nur an Weihnachten :)

Was ich blöde finde...

... ist die alljährliche Klassen-Weihnachtsfeier an Töchterleins Schule.

Die Schüler kommen aus den unterschiedlichsten Orten und sogar Landkreisen über viele km versprengt. Man (sowohl Kinder als auch Eltern) sieht sich nur eher selten. Folglich bilden sich Grüppchen von Eltern, die sich - durch örtliche Nähe bedingt - näher kennen.

Blöd, wenn ausgerechnet diese eine (!) Familie, die in unserem Nachbarort wohnt, nicht da ist. Blöd, wenn die anderen Grüppchen sich wirklich zusammenrotten und außer einem flüchten "Ach, Hallo..." nicht viel kommt und mir schlicht die Lust fehlt, mich offensiv dazuzudrängen.

Da werden 2 Stunden zu einer Ewigkeit *örks*

Blöd, wenn der Mister am Abend zuhause ein Planungstreffen einer Gemeinde-Arbeitsgruppe angesagt hat und mir nach 2 ewigen Stunden Dauerörks die Laune leicht verhagelt ist.
Überraschend und als äußerst genial empfunden, wenn besagtes Planungstreffen mangels Teilnehmer kurzfristig abgesagt wurde.
Klasse, sich sofort in die Schlunzklamotten und danach auf die Couch werfen zu können, um die als Besuchsverköstigung gedachten Lebkuchenherzen wegzumampfen.

Das war eine Gebetserhörung *schiefgrins*

Dienstag, 15. Dezember 2009

15. Türchen

Das himmlische und das höllische Mahl

Ein Rabbi bat Gott: "Lass mich doch einmal einen Blick in den Himmel tun und in die Hölle!"

Gott erfüllte seinen Wunsch und sandte seinen Propheten Elija als Führer.

Der Prophet führte den Rabbi in eine große Halle. In der Mitte brannte ein Feuer und wärmte einen Topf mit einem Gericht, das den ganzen Raum mit seinem köstlichen Duft erfüllte. Um diese verheißungsvolle Speise waren Menschen versammelt, und ein jeder hatte einen langen Löffel an ihren Händen gebunden. Doch sie sahen hungrig aus, grau, fröstelnd, hinfällig. Denn die Löffel waren viel länger als ihre Arme, so dass sie ihren Mund damit nicht erreichen konnten. Freudlos und missgünstig schweigend schauten sie mit leeren Augen vor sich hin. Erschrocken und aufgewühlt ließ sich der Rabbi von diesem gespenstischen Ort hinwegführen. Er hatte genug von der Hölle gesehen.

Der Prophet führte ihn nun in einen anderen Raum. Oder war es der gleiche? Alles sah ganz genauso aus: der Kessel mit der duftenden Köstlichkeit über dem Feuer, die Menschen rund um den Herd, die gleichen überlangen Löffel. Nein, es war nicht der gleiche Raum. Die Menschen aßen. Sie sahen glücklich aus, gesund, zufrieden, voller Leben. Fröhliches Stimmengewirr und herzliches Lachen erfüllte den Raum. Das musste das himmlische Paradies sein. Doch was machte diesen gewaltigen Unterschied aus? Die Menschen hier wandten sich einander zu. Jeder benutzte seinen riesigen Löffel, um einem anderen die Speise anzureichen. Jeder blieb besorgt, dass ein anderer satt wurde. Und so erhielt auch er selbst sein Essen, konnte satt werden und genießen.



(Quelle: www.k-l-j.de)

DfA - 15.12.

Der fragende Adventskalender - heute fragt Caro :)

1. Wäre Weihnachten unter Palmen etwas für dich?
2. Wann packst du die Geschenke ein?
3. Ziehst du Weihnachten etwas Besonderes an?

1. Wäre noch auszuprobieren *grins*

2. Ein Teil ist schon eingepackt... und der Rest - naja, es wird schon fertig werden :)

3. Ja, einen Tick festlicher als sonst.

Montag, 14. Dezember 2009

14. Türchen

Gedanken einer Kerze

Jetzt habt ihr mich entzündet und schaut in mein Licht. Ihr freut euch an meiner Helligkeit, an der Wärme, die ich spende. Und ich freue mich, dass ich für euch brennen darf. Wäre dem nicht so, läge ich vielleicht irgendwo in einem alten Karton - sinnlos, nutzlos. Sinn bekomme ich erst dadurch, dass ich brenne.

Aber je länger ich brenne, desto kürzer werde ich. Ich weiß, es gibt immer beide Möglichkeiten für mich: Entweder bleibe ich im Karton - unangerührt, vergessen, im Dunkeln - oder aber ich brenne, werde kürzer, gebe alles her, was ich habe, zugunsten des Lichtes und der Wärme. Somit führe ich mein eigenes Ende herbei.
Und doch, ich finde es schöner und sinnvoller, etwas herzugeben zu dürfen, als kalt zu bleiben und im düsteren Karton zu liegen....

Schaut, so ist es auch mit euch Menschen!
Entweder ihr zieht euch zurück, bleibt für euch - und es bleibt kalt und leer-, oder ihr geht auf die Menschen zu und schenkt ihnen von eurer Wärme und Liebe, dann erhält euer Leben Sinn. Aber dafür müsst ihr etwas in euch selbst hergeben, etwas von eurer Freude, von eurer Herzlichkeit, von eurem Lachen, vielleicht auch von eurer Traurigkeit.

Ich meine, nur wer sich verschenkt, wird reicher. Nur wer andere froh macht, wird selbst froh. Je mehr ihr für andere brennt, um so heller wird es in euch selbst. Ich glaube, bei vielen Menschen ist es nur deswegen düster, weil sie sich scheuen, anderen ein Licht zu sein. Ein einziges Licht, das brennt, ist mehr wert als alle Dunkelheit der Welt.

Also, lasst euch ein wenig Mut machen von mir - einer winzigen, kleinen Kerze.

(Quelle: www.k-l-j.de)

DfA - 14.12.

Der fragende Adventskalender - heute fragt Sonja :)

1. Hast Du einen Schlitten?
2. Was gehört zur Adventszeit unbedingt dazu?
3. Und was ist total überflüssig?

1. Nö. Die Kinder haben Schlitten und da sieht das dann auch vernünftig aus. Bei mir... ähem... eher nicht und der Schlitten wäre arg zu bemitleiden.

2. Kerzen. Lebkuchen. Mandarinen. Nasch- und Schnuckerzeugs.

3. Die Kalorien im Nasch- und Schnuckerzeugs *örks*

Sonntag, 13. Dezember 2009

13. Türchen

Vater, ich sehe dich nicht!

Eines Nachts bricht in einem Haus ein Brand aus.

Während die Flammen hervorschießen, stürzen Eltern und Kinder aus dem Haus. Entsetzt sehen sie zu, wie das Feuer ihr Heim vernichtet.
Plötzlich bemerken sie, dass der Jüngste fehlt, ein fünfjähriger Junge, der sich im Augenblick der Flucht vor Rauch und Flammen fürchtete und in den oberen Stock kletterte. Man schaut einander an. Es gibt keine Möglichkeit, zurück in das brennende Haus zu gelangen.

Da öffnet sich oben ein Fenster.
Der Junge ruft um Hilfe.
Sein Vater sieht es und schreit ihm zu »Spring!«
Der Junge sieht nur Rauch und Flammen.
Er hört aber die Stimme des Vaters und antwortet: »Vater, ich sehe dich nicht!«
Der Vater ruft ihm zu: »Aber ich sehe dich, und das genügt. Spring!«

Das Kind springt und findet sich heil und gesund in den Armen seines Vaters, der es aufgefangen hat.

DfA - 13.12.

Der fragende Adventskalender - heute fragt Caro :)

1. Hattest du schon Weihnachtsfeier?
2. Gibt es eine Weihnachtstradition bei dir?
3. Schon Pläne für Silvester?

1. Nein. Die steigt am nächsten Samstag.

2. *grübel* Nicht dass ich wüsste...

3. Meine beste Freundin kommt für ein paar Tage und feiert mit uns ins neue Jahr. Ansonsten ist noch nix geplant.

Samstag, 12. Dezember 2009

12 von 12 - Dezember 2009

Hallo und herzlich willkommen zur letzten 12 von 12-Aktion für dieses Jahr!
Mein Bodydouble "Muddi" führt mal wieder durch den Tag:

Die Familie frühstückt zusammen

Muddi schreibt schnell nen Einkaufszettel und düst los

Muddi allein unter Rentieren - das kleine Schokorentier kommt aus der doch nicht so leckeren "Ecke des Monats"... und schon weiß ich wieder, warum ich das sonst nicht kaufe...

Muddi entsorgt

Muddi putzt... mal wieder...

Muddi plündert... besser spät als nie...

Muddi kämpft gegen extreeeemst trockene Haut

Muddi genießt den späten Vormittag

Muddi kocht...

... lecker Hack-Lauch-Käse-Suppe

Muddi spült *höhöhö*

Muddi findet Mr Proper super

Muddi hat fertisch - Danke für's Guggen :)

12. Türchen

Der erhobene Zeigefinger

Es war einmal ein großer, erhobener Zeigefinger, der sehr unzufrieden war mit seiner eigenen Situation: Überall bekamen die Menschen, denen er vorgehalten wurde, ernste Mienen, schauten ihn ehrfürchtig an und begannen zu grübeln. Nur ganz selten begegnete ihm ein freudiges Gesicht, und der Zeigefinger dachte dann jedes mal, alles sei gar nicht so schlimm. Doch es dauerte immer nur einen Augenblick, dann schauten ihn aus den fröhlichsten Augen betroffene Blicke an.

Dem erhobenen Zeigefinger gefiel das ganz und gar nicht, und so begann er, den Menschen vorzuhalten, dass sie doch fröhlicher sein sollten, nicht immer so ernst und so verkrampft, nicht ganz so ehrfürchtig, dafür etwas erlöster. Und weil die Menschen, die ihm zuhörten, feststellten, wie wenig fröhlich sie waren, bekamen sie ein schlechtes Gewissen. Und wenn der Zeigefinger ihnen erzählte, dass sie doch an die anderen Menschen denken sollten und sie mit Fröhlichkeit und Freude anstecken sollten, schauten sie betroffen zu Boden.
Je mehr der erhobene Zeigefinger ihnen vorhielt, dass sie doch eigentlich ganz anders sein müssten, eben freudiger, desto mehr verloren sie die Reste an Freude, die noch in ihnen geblieben war.

Nach einiger Zeit gab der Zeigefinger auf. «Die Menschen sind nicht mehr zu ändern», murmelte er leise und hörte auf, ihnen ins Gewissen zu reden. «Vielleicht gibt es die Freude ja gar nicht mehr», dachte er betrübt.

Der nicht mehr so ganz erhobene Zeigefinger begann, seine Aufgabe zu vergessen und er bemerkte, dass er noch andere Fähigkeiten hatte, als sich zu erheben und Moralpredigten zu halten. Und um es einfach einmal auszuprobieren, tat er sich mit einigen anderen Fingern zusammen - insgesamt waren es zehn, glaube ich - und begann zu musizieren. Ganz ohne Absicht, nur aus Spaß an der Musik, ging er nun ganz in seiner neuen Aufgabe auf. Und als er gerade mal einen Augenblick Zeit hatte (sein Nachbar, der Mittelfinger, spielte soeben sein Solo), da bemerkte er viele aufmerksame Gesichter, die ihm zusahen und zuhörten.

Und - was er nicht erwartet hatte - auf den Gesichtern spiegelte sich das, was er immer gepredigt hatte: Die Freude.

«Also, so was!» pfiff der Zeigefinger und spielte vergnügt weiter.

(A. Tobias)

DfA - 12.12.

Der fragende Adventskalender - heute fragt Sonja :)

1. Wann wird der Weihnachtsbaum geschmückt?
2. Verrätst du dein Lieblingsplätzchenrezept?
3. Feierst du zusammen mit deiner Familie oder anders?

1. Am 23.12. abends.

2. Ähm... ich hab keins... mir schmecken alle Plätzchen, die andere backen *griiiins*

3. Wir 4 feiern zusammen. Der Rest der Familie wohnt mindestens 300 km weit weg und seit 2 Jahren wollen wir uns diesen Fahrt- und Besuchsstress nicht mehr antun. Wer uns besuchen will, ist gerne willkommen aber wir genießen die "Einsamkeit" auch sehr :)

Freitag, 11. Dezember 2009

11. Türchen

Der Engel Heinrich

Als ich dieses Jahr meine Pyramide und die Krippe und die zweiunddreißig Weibnachtsengel wieder einpackte, behielt ich den letzten in der Hand.

"Du bleibst", sagte ich. "Du kommst auf meinen Schreibtisch. Ich brauche ein bisschen Weihnachtsfreude für das ganze Jahr."
"Da hast du aber ein Glück gehabt", sagte er.
"Wieso?" fragte ich ihn.
"Na, ich bin doch der einzige Engel, der reden kann."

Stimmt! Jetzt erst fiel es mir auf. Ein Engel, der reden kann? Das gibt es ja gar nicht! In meiner ganzen Verwandtschaft und Bekanntschaft ist das noch nicht vorgekommen. Da hatte ich wirklich Glück gehabt.

"Wieso kannst du eigentlich reden? Das gibt es doch gar nicht. Du bist doch aus Holz!"
"Das ist so. Nur wenn jemand einmal nach Weihnachten einen Engel zurückbehält, nicht aus Versehen oder weil er sich nichts dabei gedacht hat, sondern wegen der Weihnachtsfreude, wie bei dir, dann können wir reden. Aber es kommt ziemlich selten vor. Übrigens heiße ich Heinrich."
"Heinrich? Bist du denn ein Junge? Du hast doch ein Kleid an!" - Heinrich trägt nämlich ein langes, rotes Gewand.
"Das ist eine reine Modefrage. Hast du schon einmal einen.Engel in Hosen gesehen? Na also."

Seitdem steht Heinrich auf meinem Schreibtisch. In seinen Händen trägt er einen goldenen Papierkorb, oder vielmehr: Einen Müllkorb. Ich dachte erst, er sei nur ein Kerzenhalter, aber da hatte ich mich geirrt, wie ihr gleich sehen werdet. Heinrich stand gewöhnlich still an seinem Platz, hinter der rechten hinteren Ecke meiner grünen Schreibunterlage (grün und rot passt so gut zusammen!) und direkt vor ein paar Büchem, zwei Bibeln, einem Gesangbuch und einem Bändchen mit Gebeten. Und wenn ich mich über irgendetwas ärgere, hält er mir seinen Müllkorb hin und sagt: "Wirf rein!" Ich werfe meinen Ärger hinein - und weg ist er!

Manchmal ist es ein kleiner Ärger, zum Beispiel wenn ich wieder meinen Kugelschreiber verlegt habe oder eine fremde Katze in unserer Gartenlaube vier Junge geworfen hat. Es kann aber auch ein großer Ärger sein oder eine große Not oder ein großer Schmerz, mit dem ich nicht fertig werde, zum Beispiel, als kürzlich ein Vater und eine Mutter erfahren mussten, dass ihr fünfjähriges Mädchen an einer Krankheit leidet, die nicht mehr zu heilen ist. Wie soll man da helfen! Wie soll man da trösten! Ich wusste es nicht. "Wirf rein!" sagte Heinrich, und ich warf meinen Kummer in seinen Müllkorb.

Eines Tages fiel mir auf, dass Heinrichs Müllkorb immer gleich wieder leer war.
"Wohin bringst du das alles?"
"In die Krippe", sagte er.
"Ist denn so viel Platz in der kleinen Krippe?"
Heinrich lachte. "Pass auf! In der Krippe liegt ein Kind, das ist noch kleiner als die Krippe. Und sein Herz ist noch viel, viel kleiner."
Er nahm seinen Kerzenhalter unter den linken Arm und zeigte mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand, wie klein.
"Denn deinen Kummer lege ich in Wahrheit gar nicht in die Krippe, sondern in das Herz dieses Kindes. Verstehst du das?"
Ich dachte lange nach. "Das ist schwer zu verstehen. Und trotzdem freue ich mich. Komisch, was?"
Heinrich runzelte die Stirn. "Das ist gar nicht komisch, sondern die Weihnachtsfreude, verstanden?"

Auf einmal wollte ich Heinrich noch vieles fragen, aber er legte den Finger auf den Mund. "Psst!" sagte er. "Nicht reden! Nur sich freuen!"

(Dietrich Mendt)

DfA - 11.12.

Der fragende Adventskalender - heute fragt wieder Caro :)

1. Hast du einen Wunschzettel?
2. Was ist ein für dich typischer Weihnachtsduft?
3. Kannst du ein Weihnachtsgedicht? Wenn ja, welches?

1. Nö. Dieses Jahr haben wir seit langem mal wieder gegenseitiges schenken geplant. Aber dazu gibt's keine Wunschzettel, da müssen der Mister und ich kreativ sein :)

2. Ein Sammelsurium aus Zimt, Nelken, Mandarinen, Tannengrün, Glühwein und Lebkuchen.

3. Ups! Kalt erwischt! Nö, mir fällt spontan wirklich gar nix ein *schäm*

Donnerstag, 10. Dezember 2009

10. Türchen

Drei Siebe

Eines Tages kam einer zu Sokrates und war voller Aufregung.
"He, Sokrates, hast du das gehört, was dein Freund getan hat? Das muss ich dir gleich erzählen."

"Moment mal", unterbrach ihn der Weise. "hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?"
"Drei Siebe?" fragte der Andere voller Verwunderung.

"Ja, mein Lieber, drei Siebe. Lass sehen, ob das, was du mir zu sagen hast, durch die drei Siebe hindurchgeht. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?"
"Nein, ich hörte es irgendwo und . . ."

"So, so! Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst - wenn es schon nicht als wahr erwiesen ist -, so doch wenigstens gut?" Zögernd sagte der andere: "Nein, das nicht, im Gegenteil . . ."

"Aha!" unterbrach Sokrates. "So lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich erregt?"
"Notwendig nun gerade nicht . . ."

"Also", lächelte der Weise, "wenn das, was du mir das erzählen willst, weder erwiesenermaßen wahr, noch gut, noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!"

DfA - 10.12. und mehr...

Der fragende Adventskalender - heute fragt Caro nochmal :)

1. Kaufst du einen Weihnachtsbaum?
2. Wie feierst du Weihnachten?
3. Kaufst du Geschenke im Laden oder lieber online?

1. Nein. Wir haben *flüstermoduson* einen - wirklich schönen - unechten Baum *flüstermodusoff*

2. Ähm... ganz normal? Es geht ca. 16 Uhr los: Gottesdienst - zuhause ein leckeres, vorbereitetes Essen - Bescherung - Geschenke bewundern und benutzen - ausklingen lassen

3. Sowohl als auch :)

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Ich wollte mal noch kurz anmerken, dass es mir depritechnisch im Moment erstaunlich gut geht. Und ich freue mich total darüber. Hat etwas sehr befreiendes... so mitten in der dunklen Jahreszeit aus einem anfangs recht tiefen Loch rausgekrochen zu sein. Darf sehr gerne so bleiben :)

Und nach unglaublichen 11 Wochen war ich endlich mal wieder beim Frisör. Der letzte Schnitt ging irgendwie in die Grütze. Ich hab - meiner Meinung nach - das beste draus gemacht, die Frisur umgestylt und für nen Kurzhaarschnitt furchtbar lange gezüchtet, damit der Frisör eine Grundlage zum Arbeiten hat *grins*
Nun sind'se wieder ab, leicht verstrubbelt und einen Hauch asymetrisch und schokobraun - ich find's schick. Ich würd's ja sogar zeigen... aber auf Fotos sehe ich einfach nur blöd aus. Ich hab's versucht - sorry :)

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Wenn der Postmann 2 mal klingelt...

... dann bringt er mir unerwarteterdings ein kleines Päckchen.

Erst Skepsis, denn mein Wichtelpäckchen aus einer anderen www-Ecke ist schon angekommen.
Dann ein Blick auf den Absender und aus Skepsis wird Überraschung... dann Freude... dann ein aufgeregter Ausruf: "NEIN! Die ist ja verrückt geworden!!!"

Ein Schweinchen! Ein geflügeltes zuckersüßes Schweinchen!
Ich liebe Schweinchen!
Hab ich schon mal erwähnt, dass ich Schweinchen sammele?
*michnichtmehreinkrieg*


Liebe pocalinde - da hast du mich
a) total überrascht und
b) zu Tränen gerührt!!!
Mir fehlen die Worte. Danke! DANKEEEEE! *pocaumknutsch*

9. Türchen

Der Seestern

Als der alte Mann bei Sonnenuntergang den Strand entlang ging, sah er vor sich einen jungen Mann, der Seesterne aufhob und ins Meer warf.

Nachdem er ihn schließlich eingeholt hatte, fragte er ihn, warum er das denn tue. Die Antwort war, dass die gestrandeten Seesterne sterben würden, wenn sie bis Sonnenaufgang hier liegen blieben. „Aber der Strand ist viele, viele Kilometer lang und tausende Seesterne liegen hier", erwiderte der Alte. „Was macht es also für einen Unterschied, wenn Du Dich abmühst?"

Der junge Mann blickte auf den Seestern in seiner Hand und warf ihn in die rettenden Wellen. Dann meinte er: „Für diesen hier macht es einen Unterschied!"

(William Ashburne)

DfA - 09.12.

Der fragende Adventskalender - Heute fragt Caro :)

1. Gibt es Weihnachten ein besonderes Essen?
2. Wo versteckst du die Geschenke?
3. Verschenkst du Selbstgemachtes?

1. Ja, da mach ich mir schon mehr Arbeit als sonst... ich koche meist relativ ungern aber dann probiere ich gerne neue Sachen aus.

2. Kann ich hier nicht schreiben - Feind/e liest/lesen mit!!!

3. Naja - nicht so tolle selbstgenähte Sachen wie viele von euch. Aber ein paar Freunde bekommen eine selbstgebastelte Kleinigkeit (Lesezeichen = Bücherwürmer).

Dienstag, 8. Dezember 2009

8. Türchen

Ein Platz am Fenster

Zwei Männer, beide schwer krank, lagen in einem gemeinsamen Krankenzimmer. Der eine durfte sich jeden Tag in seinem Bett eine Stunde lang aufsetzen, um die Flüssigkeit aus seiner Lunge zu entleeren. Sein Bett stand direkt am Fenster. Der andere Mann musste den ganzen Tag flach auf seinem Rücken liegen.
Die Männer plauderten Stunden lang, ohne Ende. Sie sprachen über ihre Frauen, ihre Familien, ihre Berufe, was sie während des Militärdienstes gemacht hatten und wo sie in ihren Ferien waren.

Jeden Nachmittag, wenn der Mann in dem Bett beim Fenster sich aufsetzen durfte, verbrachte er seine Zeit indem er dem Zimmerkameraden alle Dinge beschrieb, die er außerhalb des Fensters sehen konnte. Der Mann in dem anderen Bett begann geradezu, für diese Ein-Stunden-Intervalle zu leben, in denen seine Welt erweitert und belebt wurde durch Vorgänge und Farben der Welt da draußen!

Das Fenster überblickte einen Park mit einem reizvollen See. Enten und Schwäne spielten auf dem Wasser und Kinder ließen ihre Modellbote segeln. Junge Verliebte spazierten Arm in Arm zwischen den Blumen aller Farben und eine tolle Silhouette der Stadt war in der Ferne zu sehen. Als der Mann am Fenster all diese Dinge in wunderbaren Einzelheiten schilderte, schloss der Mann auf der anderen Seite des Zimmers seine Augen und stellte sich das malerische Bild vor.

An einem warmen Nachmittag beschrieb der Mann am Fenster eine Parade einer Blaskapelle, die gerade vorbeimarschierte. Obwohl der andere Mann die Kapelle nicht hören konnte, konnte er sie richtiggehend sehen - mit seinem geistigen Auge, da der Mann am Fenster sie mit solch eindrucksvollen Worten beschrieb.

Tage und Wochen vergingen. Eines Morgens, als die Schwester gerade kam, um die beiden Männer zu waschen, fand sie den Mann am Fenster leblos vor - er war friedlich im Schlaf gestorben. Sie war traurig und holte den Spitalsdiener, damit er den Toten wegbringen würde.

Sobald es passend erschien, fragte der andere Mann, ob er jetzt in das Bett am Fenster wechseln könnte. Die Schwester erlaubte das gerne und sobald er bequem schien, ließ sie ihn allein. Langsam und schmerzvoll stützte er sich mühevoll auf seinen Ellbogen um einen ersten Blick auf die Welt da draußen zu werfen. Er strengte sich an und drehte sich zur Seite um aus dem Fenster neben dem Bett zu sehen. Gegenüber dem Fenster war eine nackte Wand. Der Mann rief die Schwester und fragte sie, was seinen Zimmerkameraden dazu bewegt haben könnte, so wunderbare Dinge außerhalb des Fensters zu beschreiben?

Die Schwester antwortete "Vielleicht wollte er sie aufmuntern. Wissen Sie, dass der Mann blind war und nicht einmal die Wand gegenüber sehen konnte? Aber vielleicht hat er deshalb mehr gesehen als wir."

DfA - 08.12.

Der fragende Adventskalender - heute fragt Sonja :)

1. Warst du schon auf dem Weihnachtsmarkt?
2. Was ist dein Lieblingsweihnachtslied?
3. Was ist dein Lieblingsweihnachtsfilm?

1. Leider noch nicht - aber morgen geh ich mit meiner Freundin da hin: *click*

2. Seit vielen Jahren "Oh come all ye faithful"

3. Total albern aber ich schmeiß mich immer weg vor Lachen:
"Christmas Vacation" mit den Griswolds :D

Montag, 7. Dezember 2009

7. Türchen

Das heilige Paar

Es war ein kalter Wintermorgen, um genau zu sein, der 24. Dezember. In der Nacht hatte es viel geschneit, so daß die Felder und Wiesen mit einem weißen Teppich bedeckt waren.

Aus einem wunderschönen großen Haus stieg schon Rauch aus dem Schornstein. Es war das Haus der Familie Krahmer. Familie Krahmer war eine reiche Familie, wo alles seine Ordnung und seinen Lauf hatte. Wie der Weihnachtsabend.

Am Mittag wurden die restlichen Vorbereitungen getroffen. Am Abend ging Familie Krahmer in die Kirche, dann wurden die Geschenke ausgepackt und danach gab es die Weihnachtsgans. Doch an diesem Weihnachtsabend sollte etwas geschehen.

Als Familie Krahmer gerade die Weihnachtsgans verspeißt hatte, klingelte es an der Tür. Frau Krahmer öffnete. Der Anblick erschütterte sie. An der Tür standen eine Frau und ein Mann. Beide sahen müde und hungrig aus. Sie hatten alte, zerfetzte Kleidung an, die sie unmöglich warm halten konnte, so daß sie sicherlich frieren mußten. Sie waren dürr und hatten kaum noch Kraft. Die Frau war schwanger, was man an ihrem runden Bauch leicht feststellen konnte.

Die Frau fragte mit heiserer Stimme: "Können wir bitte nur eine Nacht bei Ihnen schlafen und etwas zu Essen bekommen?" Frau Krahmer musterte noch einmal das seltsame Paar entsetzt und meinte: "LANDSTREICHER! Solches Gesindel kommt mir nicht ins Haus."

Sie knallte die Tür vor den Gesichtern des Paars zu und verriegelte sie von innen. Sie wollte nicht länger an diesen Zwischenfall denken und den normalen Lauf nicht stören. Deshalb ging sie hoch und aß weiter mit ihrer Familie die Weihnachtsgans. Als die beiden Kinder zu Bett gingen, baten sie: "Mama, lies uns bitte die Weihnachtsgeschichte vor." Dies tat Frau Krahmer.

Sie las von Maria vor, die gesegneten Leibes war, wie sie sich mit Josef aufmachte nach Bethlehem. Und dann kam sie an die Stelle, wo Maria und Josef zu jeder Herberge gingen und wo sie jedesmal abgewiesen wurden.

Erschrocken schaute Frau Krahmer aus dem Fenster in die klare, kalte Nacht hinein, wo sie zwei Gestalten sehen konnte, mit denen sie das gleiche gemacht hatte.

DfA - 07.12.09

Der fragende Adventskalender - heute fragt Caro :)

1. Kannst du Schlittschuhlaufen?
2. Magst du Glühwein?
3. Hast du schon alle Geschenke?

1. Früher konnte ich das mal - sogar recht gut. Ob ich das heute noch hinbekäme? Es sähe auf jeden Fall extremst albern aus... ne kleine Kampfkugel auf schmalen Kufen *hysterischkicher*

2. Ich schon. Bloß mein Magen nicht. Der schickt mir immer Sodbrennen, der Lümmel.

3. Nein, leider nicht.

Sonntag, 6. Dezember 2009

6. Türchen

*tadadadaaaaaaaaaa*
Mein 100. Blogeintrag - der Wahnsinn :)

Advent


Es liegt ein Dämmern auf den Tagen
nach langer, tiefer Winternacht.
Die Herzen harren still und fragen
mit Sehnsucht und mit leisem Zagen
wann wiederum ihr Heil erwacht.

Doch mitten in das Nebelgrauen
erklingt ein heller Glockenton.
Nun lasst uns freudig aufwärts schauen
mit Hoffnung und mit Gottvertrauen,
denn gnadenvoll naht Gottes Sohn.

(M. Gärtner)

DfA - 06.12. und mehr...

Der fragende Adventskalender - heute fragt Sonja :)

1. Und? Was gab's?
2. Verschickst du Weihnachtspost?
3. Magst du Mandarinen?

1. Die Kinder bekamen Kalender, Bade- und Duschspaßzeugs, hübsche Bonbondosen, allerlei Schnickeldi und Schnuckerkram :)

2. Ja, wenn ich's nicht vergesse *g*

3. Ja, wenn sie süß-säuerlich sind. Nein, wenn sie so komisch schmecken... ich weiß nicht, wie ich's nennen soll... meine Schwiegermutter würde "bähzelig" sagen

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Und ein erneutes Katzen-/Kater-Update:

Gestern hatte der Mister ein langes, intensives und hilfreiches Gespräch mit "unserer Katzenbeauftragten" - heißt: die Katzenvermittlerin des Tierheims, die immer gerne mit Rat und Tat zur Seite steht und nur das Beste für die Tiere möchte.

Beruhigend: Wir machen nichts falsch. Aber wir müssen noch mehr auf Toby eingehen und vor allem noch mehr Geduld haben. Er ist kein "leichter Kater". Genaues weiß ja niemand, außer dass er von seinem Vorbesitzer einfach zurückgelassen wurde. Und so wie er - Toby, nicht der Vorbesitzer - sich verhält, ist es ihm während seiner Zeit mit der Ex-Familie nicht sonderlich gut ergangen.

Die weitere Vorgehensweise: Wir haben nun ein drittes Katzenklo. Dieses wird in Töchterleins Zimmer -Tobys Lieblingsort - aufgestellt. Die Klos werden noch häufiger gesäubert. Toby wird noch mehr verhätschelt. Wir haben fast überall ein Antifrust-Spray rumgesprüht. Ein Spray, das Katzen beruhigen und entspannen soll. Wir sind gespannt.

Die Katzenlady meinte, sollte Toby - weil hier wirklich gar nix mehr geht - wieder ins Tierheim zurückkommen, sei das sein Untergang. Er saß ja vorher schon wochenlang rum, war unglücklich und keiner erbarmte sich. Also heißt es jetzt, geduldig zu sein und noch geduldiger zu sein. Ich bin noch recht unschlüssig, wie ich dazu stehen soll... tendiere aber zu Optimismus, dass wir es schaffen können.

Samstag, 5. Dezember 2009

5. Türchen

Vier kleine Kerzen

In einem stillen Kämmerlein brannten vier kleine Kerzen vor sich hin. Es war ganz still - so still, dass man hörte, wie die vier Kerzen zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte uns sagte: "Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet für die Menschen, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht." Ihr Licht wurde langsam immer kleiner, zitterte kurz und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: "Ich heiße Glauben. Ich leuchte für das, woran die Menschen glauben. Aber ich werde nicht mehr gebraucht. Die Menschen wollen von Gott nichts mehr wissen. Es macht keinen Sinn mehr, dass ich brenne." Ein leiser Lufthauch wehte durch den Raum und die zweite Kerze ging aus.

Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort und sagte: "Ich heiße Liebe. Mein Licht soll den Menschen Wärme und Freude geben. Doch die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur noch sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen." Leise sagte sie: "Ich habe keine Kraft mehr zu brennen." Sie vergoss eine Träne und mit einem letzten Aufflackern war auch ihr Licht gelöscht.

Da kam ein kleines Kind in das Zimmer, schaute die Kerzen an und sagte: "Aber, aber - ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!" Und fast fing es schon an zu weinen. Da meldete sich ganz still und leise die kleinste und letzte Kerze zu Wort. Mit leiser, zarter Stimme sagte sie: "Hab keine Angst. Solange ich brenne, können wir all die anderen Kerzen wieder anzünden."

Das Kind begann zu lachen, wischte sich die Tränen aus dem Gesicht, nahm die kleine Kerze und zündete lachend die anderen Kerzen wieder an. Das kleine Mädchen fragte die kleine Kerze nach ihrem Namen. Die kleine Kerze antwortete mit leiser Stimme: "Ich heiße Hoffnung."

DfA - 05.12.

Der fragende Adventskalender - heute fragt Caro :)

1. Kommt ein echter Nikolaus?
2. Was steckst du in den Stiefel?
3. Hast du den schon geputzt und rausgestellt?

1. Nö.

2. Die Großeltern haben allerlei Zeugs zum Befüllen geschickt (Kalender, Kuschelsocken, Schnickeldi) - von uns kommt nur noch ein wenig Schoki dazu.

3. Nö, erst heute Abend.

Freitag, 4. Dezember 2009

4. Türchen

Ein kleiner Baumwollfaden

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht ausreicht, so, wie er war: "Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach", sagte er sich, "und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich - und ich mich selbst am wenigsten."

So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.

Währenddessen lief draußen in der kalten Nacht ein Klümpchen Wachs in der beängstigenden Dunkelheit verzweifelt umher. "Für eine dicke Weihnachtskerze bin ich viel zu klein" jammeret es "und wärmen kann ich kleines Ding alleine auch niemanden. Um Schmuck für eine tolle große Kerze zu sein, bin ich zu langweilig. Ach was soll ich denn nur tun, so alleine in der Dunkelheit?"

Da kam das kleine Klümpchen Wachs am Häuschen des Baumwollfadens vorbei! Und da es so sehr fror und seine Angst so riesig war, klopfte es schüchtern an die Türe.
Als es den niedergeschlagenen kleinen Baumwollfaden sah, kam ihm ein wundeschöner Gedanke. Eifrig sagte das Wachs: "Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab' da so eine Idee: Wir beide tun uns zusammen. Für eine große Weihnachtskerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab' dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!"

Ein kleines Lächeln huschte über das Gesicht des Baumwollfadens und er wurde plötzlich ganz glücklich. Er tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: "Nun hat mein Dasein doch einen Sinn."

Wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu leuchten?!

(Verfasser unbekannt)

DfA - 04.12.

Der fragende Adventskalender - heute kommen die Fragen von hier :)

1. Worauf freust du dich am meisten?
2. Worauf am wenigsten?
3. Schneit es an Heiligabend?

1. Auf glückliche Kinder und eine schöne gemeinsame Familienzeit.

2. Dass meine Kinder mal wieder am mühevoll gekochten Weihnachtsessen rummäkeln.

3. Für die Kinder würde ich es mir wünschen. Ich persönlich brauche gar keinen Schnee.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

3. Türchen

Der ungeduldige Weihnachtsstollen

Es war einmal ein Weihnachtsstollen, der war ganz durchknetet von dem Gedanken, als leckeres Frühstücksbrot mit Butter zu dienen. Ja, es wurde ihm sogar in Aussicht gestellt, zum Nachmittagskaffee serviert zu werden, wie Kuchen, wie richtiger Kuchen.

Nun lag der süße Stollen aber schon wochenlang im Brotfach, lag da in durchsichtigem, glänzendem Weihnachtspapier mit Schneelandschaft und Christkind-Schlitten und musste mit ansehen, wie alle anderen Brote gebraucht wurden: das Schwarzbrot, das Vollkornbrot; sogar das Weißbrot und das Knäckebrot kamen regelmäßig an die Reihe und durften sich bewähren.

Ich glaube, der Stollen wurde ganz blass vor Neid und vor Ungeduld, aber das konnte man nicht sicher sagen, weil er ja über und über mit Puderzucker bedeckt war. "Da hat man soviel Aufhebens um mich gemacht," dachte der Stollen bitter wie Sukade, "hat mich gesüßt und mit Rosinen gespickt. Ja, sogar Marzipanstückchen hat die Hausfrau in mich hineingebacken. Und nun? Nun bin ich überflüssig und gammele hier 'rum, schön und lecker, aber unnütz."

Doch dann kam Heiligabend. Die Hausfrau stellte im Wohnzimmer die Geschenke auf. Und nun, nun deckte sie in der Küche den festlichsten Kaffeetisch des Jahres; und das Beste, das Edelste und das Leckerste, das sie zu bieten hatte, das war der Weihnachtsstollen.
Leider konnte er seine große, feierliche Wichtigkeit nicht lange genießen, denn er schmeckte gar zu gut und war nach einer halben Stunde gegessen.

(Helmut Wördemann)

DfA - 03.12. und mehr...

Der fragende Adventskalender:

1. Was war dein schönstes Weihnachtsgeschenk?
2. Und was dein scheußlichstes?
3. Hast du schon mal jemanden vergessen zu beschenken?

1. Kann ich gar nicht genau sagen. Damals als Teenie bekam ich so nen Möhrchendeising-Kram meiner Lieblings-Band. Fand ich total genial. Aber da gab's sicher noch mehr, was mir gerade nicht einfallen will...

2. Öhm... es gibt/gab schon Gründe, warum wir das Schenken innerhalb der Familie (also über die Kinder hinaus) irgendwann abgeschafft haben.

3. Ja, leider... ist mir immer noch unangenehm :(

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Noch ein Katzen-/Kater-Update:

Es ist nicht Bella, die hier wild rumpieselt. Hier sind Dinge geschehen, über die möchte ich nur noch den Deckmantel des Schweigens breiten. Es ist absolut widerlich. Und unbeschreiblich. Und ich persönlich habe einen Punkt erreicht, an dem eine Entscheidung fallen muss.

Toby ist hier nicht glücklich. War es noch nie. Es bleibt dabei, dass immer, wenn ich ein Lichtlein am Ende des Tunnels sehe, sofort ein großer Hammer kommt und alle Zuversicht und Hoffnung in kleinste Scherben zertrümmert.

Ich bin... wir sind ratlos *heul*

Mittwoch, 2. Dezember 2009

2. Türchen

Drei Wünsche

Ein kleiner Junge besuchte seinen Großvater und sah ihm zu, wie er die Krippenfiguren schnitzte. Der Junge schaute sie sich ganz intensiv an , und sie fingen an, für ihn zu leben.

Da schaute er das Kind an - und das Kind schaute ihn an. Plötzlich bekam er einen Schrecken , und die Tränen traten ihm in die Augen. "Warum weinst du denn?" fragte das Jesuskind. "Weil ich dir nichts mitgebracht habe", sagte der Junge. "Ich will aber gerne etwas von dir haben", entgegnete das Jesuskind. Da wurde der Kleine rot vor Freude. "Ich will dir alles schenken, was ich habe", stammelte er.

"Drei Sachen möchte ich von dir haben", sagte das Jesuskind. Da fiel ihm der Kleine ins Wort: "Meinen neuen Mantel, meine elektrische Eisenbahn, mein schönes Buch ..."?- Nein", entgegnete das Jesuskind, "das alles brauche ich nicht. Schenk mir deinen letzten Aufsatz."

Da erschrak der Kleine. "Jesus", stotterte er ganz verlegen... und flüsterte: "Da hat doch der Lehrer 'ungenügend' darunter geschrieben". "Eben deshalb will ich ihn haben", antwortete das Jesuskind. "Aber, warum denn?" fragte der Junge. "Du sollst mir immer das bringen, wo 'ungenügend' darunter steht. Versprichst du mir das"?. "Sehr gern" , antwortete der Junge.

"Aber ich will noch ein zweites Geschenk von dir", sagte das Jesuskind..., "deinen Milchbecher". "Aber den habe ich doch heute zerbrochen", entgegnete der Junge. "Du sollst mir immer das bringen, was du im Leben zerbrochen hast. Ich will es wieder heil machen. Gibst du mir das auch?" "Das ist schwer", sagte der Junge, "hilfst du mir dabei?" "Immer, aber nun mein dritter Wunsch", sagte das Jesuskind.

"Du sollst mir nun noch die Antwort bringen, die du deiner Mutter gegeben hast, als sie fragte, wie denn der Milchbecher kaputtgegangen ist". Da legte der Kleine die Stirn auf die Tischkante und weinte so bitterlich: "Ich, ich, ich ...",brachte er unter Schluchzen mühsam heraus... "ich habe den Becher umgestoßen; in Wahrheit habe ich ihn absichtlich auf die Erde geworfen." "Ja, du sollst mir all deine Lügen, deinen Trotz, dein Böses, was du getan hast, bringen", sagte das Jesuskind. "Und wenn du zu mir kommst, will ich dir helfen; ich will dich annehmen in deiner Schwäche; ich will dir immer neu vergeben; ich will dich an deiner Hand nehmen und dir den Weg zeigen. Willst du dir das schenken lassen?"

Und der Junge schaute, hörte und staunte ....

(Verfasser unbekannt)

DfA - 02.12.

Der fragende Adventskalender :)

1. Echte Kerzen oder elektrisch?
2. Bunt oder schlicht?
3. Weihnachtsmann oder Christkind?

1. Am Baum? Elektrisch. Ganz klar. Sonst sehr gerne und sehr üppig verteilt Kerzen überall :)

2. Am Weihnachtsbaum? Verschiedene Rottöne und Gold. Dazu einfache weiße Lichter.

3. Christmann... Weihnachtskind... so eine Personalunion irgendwie mit kleiner Mehrheit auf der Christkind-Seite. Beim Mister und mir gab's früher nur das Christkind. Aber medientechnisch wird man ja vom Weihnachtsmann förmlich erschlagen... also wird die vakante Stelle geteilt.

Dienstag, 1. Dezember 2009

1. Türchen

Ich habe soeben beschlossen, jeden Tag im Advent eine Kurzgeschichte in den/das/mirdochegal Blog zu stellen. Mal ein Netz-Fundstück... mal aus meinem Bücherregal... mal sehen :)
Hier öffnet sich nun also das 1. Türchen *quietschknarks*


Leben nach der Geburt

Im Bauch einer schwangeren Frau waren einmal eineiige Zwillinge. Obwohl sie einander vollkommen glichen, war ihre Einstellung sehr unterschiedlich: Der eine war eher skeptisch eingestellt, der andere gläubig. Oder vielleicht eher realistisch? Hört hin, was sie so diskutieren:

Der kleine Skeptiker fragt:
Glaubst Du immer noch an ein Leben nach der Geburt?

Der kleine Gläubige:
Ja, klar, das gibt es. Unser Leben hier ist nur dazu gedacht, dass wir wachsen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten, damit wir dann stark genug sind für das, was und erwartet.

Der kleine Skeptiker:
Blödsinn, das gibt's doch nicht. Wie soll denn das überhaupt aussehen ein Leben nach der Geburt?

Der kleine Gläubige:
Das weiß ich auch nicht so genau. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen.

Der kleine Skeptiker:
So ein Quatsch! Herumlaufen, das geht doch gar nicht. Und mit dem Mund essen, so eine komische Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Außerdem geht das gar nicht, dass es ein Leben nach der Geburt gibt, weil die Nabelschnur schon jetzt viel zu kurz ist.

Der kleine Gläubige:
Doch, es geht bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.

Der kleine Skeptiker:
Es ist noch nie einer zurückgekommen von nach der Geburt. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Und das Leben ist eine einzige Quälerei. Und dunkel.

Der kleine Gläubige:
Auch wenn ich nicht so genau weis, wie das Leben nach der Geburt aussieht, jedenfalls werden wir dann unsere Mutter sehen und sie wird für uns sorgen.

Der kleine Skeptiker:
Mutter?!? Du glaubst an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?

Der kleine Gläubige:
Na hier, überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein.

Der kleine Skeptiker:
Quatsch! Von einer Mutter habe ich ja noch nie was gemerkt, also gibt es sie auch nicht.

Der kleine Gläubige:
Manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt. Ich glaube auf jeden Fall, dass unser eigentliches Leben erst dann beginnt!

(Quelle: http://www.k-l-j.de)

DfA - 01.12.

DfA = Der fragende Adventskalender

Eine sehr schöne Idee von Caro und Sonja - Da mach ich doch glatt mit :)

1. Hast du selber einen Adventskalender?
2. Wie sieht dein Adventskranz aus?
3. Hast du schon Plätzchen gebacken?


1. Ja - hab ich. Schon seit ca. 22 Jahren immer der gleiche: *tadaaaa*


2. Ich hab keinen Adventskranz - stattdessen steht dieser Kollege auf dem Esstisch:


3. Ich? Plätzchen backen? Wozu hat der Mister in grauer Vorzeit ne Ausbildung zum Bäcker gemacht? *lach*