Donnerstag, 21. Januar 2010

*uäh*

Kassenschlange mal wieder.
Diesmal stand ein kleiner, verhutzelter, steinalter Mann vor mir. Ich hab ihn schon öfter mit seinem Rollator durch's Dorf tippeln sehen.

Nun also direkt vor mir.
Eingehüllt in eine unausprechliche Duft... nein, das KANN ich so nicht nennen... in eine Wolke des Gestanks. Des abartigsten Gestanks. Bei der ersten Woge vergrub ich sofort meine Nase in den Schal. Erfolglos.

Alter Mensch. Ungewaschene Kleidung. Schweiß. Sehr alter Schweiß. Und andere, schier unmöglich auseinanderzuklamüsernde, übelkeitserregende Gerüche.

Ich schwankte.
Erstens weil ich ich eine extrem empfindliche Nase habe.
Zweitens zwischen Ekel und aufrichtigem Mitgefühl. Wahrscheinlich hat der arme alte Mann niemanden, der sich um ihn kümmert. Fast hoffe ich auf diese Erklärung. Denn ansonsten umgibt er sich entweder mit nasenlosen oder ebenso stinkenden Menschen.

Am schlimmsten fand ich, dass sich dieser Geruch scheinbar fest um alle Nasenhärchen und tief in die Nasenschleimhaut gepfropft hatte. Ich wurde den Geruch fast 2 Stunden lang nicht los. *uäh*

1 Kommentar:

  1. das echt traurig ...sehr!

    grad an den alten Mann denkt der bestimmt ganz allein auf der Welt ist ....

    die

    Martina Paderkroete:-(

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