Samstag, 29. Januar 2011

Back to the roots

Heute ein Eintrag unter der Rubrik "Schriftlicher Frustabbau" oder auch "Und genau DARUM hab ich diesen Blog eingerichtet".

Ein normaler Samstag Morgen. Einkauf und dessen Verräumung erledigt. Ab nach oben, um das nie enden wollende Wäscheprojekt voranzutreiben. Ein Ruf aus Teenietochters Zimmer "Wer war das eben an der Haustür?". Oh, schön. Teenietochter ist erwacht. Ein "Guten Morgen, Mama" wäre schön gewesen... aber es ist noch früh - sehen wir mal wohlwollend darüber hinweg.

Nach Klärung der Tür-Geschichte der mütterliche Hinweis, dass evtl. vorhandene Schmutzwäsche (*harharhar* Es liegen gefühlte 7,5 Klamottenhaufen in der Bude rum) binnen 2 Minuten im Wäschekorb landen sollte, da sie ansonsten erst nächste Woche das Innere der Waschmaschine zu sehen bekommt.

T: "Ist die Wäsche denn dann am Montag fertig?"
S: "Ähm... kommt drauf an, wie gut sie in der (nicht beheizten) Waschküche trocknet... und gebügelt ist sie am Montag Morgen ganz sicher nicht"
T: "Ach so - ist ja auch egal, Hauptsache gewaschen. Ich hab ja auch genug Sachen. Moment, ich geb dir die Wäsche schnell!"

Dieser Dialog ist leider reines Wunschdenken!
Obwohl es mich tierisch in den Fingern juckt, den wahren Ablauf des Gesprächs zur erzählen... ich verkneif es mir aus Gründen der Ehrerhaltung und aus (sehr gequält aufgebrachtem) Verständnis für die emotionale Spontaneität eines Pubertieres.

Kommentare:

  1. Ich finde es immer wieder beruhigend bei anderen zu lesen, dass es ihnen ähnlich geht mit den Pubertierenden!

    AntwortenLöschen
  2. Ganz einfache Lösung... Teenietochter erklären, wie die Waschmaschine funktioniert, und ihr einen eigenen Platz im Wasch-Plan einräumen. Sie muss früher oder später sowieso lernen, wie der Haushalt funktioniert, schließlich lebt sie (hoffentlich!) nicht ewig bei den Eltern. ^^

    AntwortenLöschen
  3. Ha, da habe ich es mit drei männlichen Teenagern ja richtig privilegiert:

    Die Jungs sind nämlich super shoppingfaul. Also besitzen sie eigentlich nur eine Art Notgarderobe. Dass die im Turnround dann natürlich beobachtet werden muss, ist jedem irgendwann klar geworden.

    Also geht das bei uns so: *männliche Schmeichelstimme* "Mamaaaa, wäre die Hose Montag wieder fertig, wenn ich sie jetzt in die Wäsche täte....?" Klappt hervorragend.

    Diandras Vorschlag ist korrekt - meine Tochter (heute fast 19) hat allerdings immer weiß und bunt und 30 und 60 und Wolle und Seide so kombiniert, dass ich ihr nach der 10ten Wäsche die Dusselabsolution erteilt habe, und lieber selbst sortiert und geregelt habe ;-)))

    Sie werden groß und alles wird gut, glaub mir!

    AntwortenLöschen
  4. Ich würde die Wäsche auch in ihrem Zimmer liegen lassen. Irgendwann ist der Schrank leer und dann wird es schon "Klick" machen...also irgendwie... ;-)

    LG und ein schönes Wochenende

    AntwortenLöschen
  5. Immer, wenn ich dachte, ich hätte die Wäsche fertig, kam Töchterli mit neuer an... Das gleiche Theater mit Hundebettelblick und Bergen im "Kinderzimmer". Bis mit der Kragen geplatzt ist und ich gestreikt habe. Ab dem Tag mußte sie ihre Wäsche alleine waschen und bügeln. Wenn sie sich nicht gekümmert hatte, hatte sie auch nix. Und mit falscher Kalkulation hatte sie auch mal einen besetzten Trockenplatz.

    Aber seit diesem Tag ging es mir auch wesentlich besser - kein Geärger wegen nachgelieferter Wäschberge. Keine leidigen Diskussionen mehr. Kann ich nur empfehlen: Ab einem gewissen Alter putschen! Kostet erst mal Nerven, aber dann wird alles besser!

    AntwortenLöschen
  6. RE: schreib ich mal hier, weil ich nicht weißm wann Du bei mir wieder vorbeischaust:)

    Danke für deinen Kommentar.

    Ich versuche nicht von einem, extrem ins andere zu fallen. Monster ist eine Erfindung der Unterhaltungsbewegung.
    Obwohl ich es unfassbar und schrecklich finde, was nun in diesem Fall dieser Mann getan hat, so will ihn nicht -jedem Menschen dem ihn zustehenden .... mir fehlt das passende Wort... Respekt? absprechen. Das ist irgendwie schwer zu beschreiben.
    Elisabeth Kübler-Ross sagte einmal, daß in jedem Menschen ein Gandhi oder ein Hitler sein kann. So sehe ich das auch.
    Es kommt darauf an, wie sich dein Leben entwickelt und was der Menschen mitbringt.

    Nochmal: es ist absolut schlimm und unverzeihbar was der Mann getan hat (und was Millionene andere Menschen anderen Menschen auf der Welt angetan haben, antun und immer wohl antun werden) und doch ist und bleibt es ein Mensch! Gerade diese unkontrollierte Wut (die in sehr vielen Menschen ständig köchelt und sich dann entlädt) hat den Mann wahrscheinlich vielleicht diese Tat gegehen lassen.
    Das entschuldigt nicht seine Tat!

    Bin ich wütend auf den Mann? Ich spüre da so eine Angst ganz viel meiner Wut darein zu packen, die da nicht hingehört.

    Die aufwallende Energie versuche ich darein zu stecken mutiger zu werden, wenn ich das Gefühl habe: da stimmt was nicht.
    Wenn ich auf der Straße sehe oder in einem Geschäft bin und Erwachsene erlebe, die ihre Kinder anbrüllen oder gar massiv an dem Armen ziehen, dann geht es in mir hoch. Was heißt hier: "Das ist mein Kind. Ich kann da machen was ich will." NEIN! Kann Mensch eben nicht!
    Jedes Lebewesen - ob ein kleines Kind, Erwachsene oder ein alter Menschen oder aber z.B. ein Tier - hat ein Recht auf Achtung, Respekt und Unversehrtheit.

    Steht das nicht im Grundgesetz? Aber dafür braucht es kein Gesetz, sondern normalen Menschenverstand und ein offenes Herz.
    Also statt meine Wut an etwas zu verschwenden - diesen Mann - wo ich nichts mit meinen Gefühlen ändern kann, versuche ich jeden Tag darauf zu achten nicht zu kneifen, wenn ICH das Gefühl habe einem Menschen wird Leid zugefügt. Da muss ich noch viel mehr Zivilcourage lernen. Ich bin ein recht ängstlicher Mensch. Nicht immer aber oft.

    Das mit dem mir Gedanken machen und es ganz mich herankommen lassen meinte ich: dieses Wissen (wie andere Greultaten z.B. Bescheidung von Mädchen) kann ich nur aushalten in dem ich es oft ins Unbewußte schiebe.
    Andererseits: wie soll frau/mann sich motivieren, wenn das Leben nur aus focusierter Friede, Freude und Eierkuchen besteht?
    Da finde ich ist der mittlere WEg wohl am günstigsten.

    Es gab eine Zeit, da war mir jeder Mann suspekt. Gebe ich zu. Ist aber schon 20 Jahre her.

    Heute kenne ich Männer, denen ich mein Kind anvertrauen würde. Allerdings habe ich nur wenige männliche Freunde und denen vertraue ich allen. Andere Menschen bekommen mein Vertrauen nicht geschenkt.

    Ich muss los. P. wartete und will mit mir an die Weser.

    LG
    Oona

    AntwortenLöschen
  7. HaHa :D ...kommt mir doch sehr bekannt vor ;-) bin ja auch mit einer Pubertistin "gesegnet", deren momentaner Lieblingssport Extremzicken ist.

    mitfühlende Grüße von
    Martina

    AntwortenLöschen
  8. Hi, hi, und wer selbst schon Puberierende erlebt hat, kann sich auch in etwa den Dialog vorstellen ;).
    Aber sie meinen es ja nicht persönlich...!
    Ich wünsche Dir ein dickes Fell und die nötige Portion Humor, die es leichter macht.
    LG von
    Claudia

    AntwortenLöschen
  9. Ich weiß, es fällt schwer: Am besten sollte man alles liegen lassen und die Kiddis im Müll ersticken lassen. Oder sie müssen selbst die Wäsche waschen. Ich krieg das aber auch nicht hin. Zumindest nicht mit der Wäsche. Aber die Zimmer müssen sie selbst aufräumen und sauber machen. Da kenne ich kein Erbarmen.
    LG Sabine

    AntwortenLöschen
  10. @ Sabine: Geht mir genau so. Teenietussi muss ihre Bude selbst aufräumen und sauber machen. Ich gehe auch nicht durch und sammele die Schmutzwäsche ein. Aber wenn ich gerade auf Waschtour bin, dann biete ich zumindest an, ihren Kram mitzuwaschen.

    Ich habe ihr heute Morgen (auf nicht gerade sehr freundliche Art... dazu war ich am Ende zu sauer) angeboten, sich künftig alleine um ihre Wäsche zu kümmern.

    Ach... schön, so ein Pubertier... wat froi isch misch, wenn der Plapperflummi so weit ist *augenverdreh*

    AntwortenLöschen
  11. Kenne ich alles, gut zu wissen, dass ich nicht die einzige geplagte Mama bin ;)
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
  12. SAG NIX!

    Ich glaub ich weiß, wie der Dialog wirklich ging!!

    ICH HABE AUCH NOCH ZWEI VON DEN TEILEN BEI MIR WOHNEN!

    Und in dem Alter ist EGOISMUS der zweite Vorname.

    AntwortenLöschen
  13. naja, ich war mal teenie, wenn auch eher ein angenehmer (nicht meine Worte!), aber meine Schwe hat auch mal meiner Mam gesagt, sie solle halt ihre Sachen nicht mehr bügeln, das sei ihr nicht so wichtig. Von da an gings allen Beteiligten besser.
    Ihr findet schon die für euch passende Lösung.
    Bei uns bügle ich nichts, der Liebste macht seine Sachen selber, möchte auch nicht, dass ich mich nur in die Nähe wage (nicht, dass ich es nicht könnte, aber er wills halt selber machen).

    AntwortenLöschen