Mittwoch, 13. April 2011

Hirnsalat

Gestern brauchte Teenietussi meine Hilfe in Mathe. *ähem* Nun denn, einen Versuch war's wert. Also wühlte ich in den grauen Zellen und löste die Aufgabe nach besten Wissen und Gewissen anhand der Vorgaben.


Was dazu führte, das Teenietussi mich anblökte, dass sie in der Schule einen ganz anderen Lösungsweg hätten. Bloß welchen? Es leuchtete mir so gar nicht ein und sie hatte auch keinen blassen Schimmer. Solche Situationen schaukeln sich bei uns unglücklicherweise schnell hoch. Gestern war keine Ausnahme. 


Sie hat echt Pech mit mir. Ich war eine (faulheitsbedingt) mittelprächtige Realschülerin mit dauerhaft grenzwertigen Mathe-Noten. Die unglaublich guten Mathe-Noten beim Fach-Abi kann ich mir bis heute nicht erklären. Meine Schulzeit ist aber Zillionen Jahre her. Und die Mathe-Kenntnisse hat mein Hirn in den letzten Jahren überlagert. Mit der Fähigkeit, nachts schlaftrunken stillbereit zu sein. Mit Erfahrungen von wunden Brustwarzen und verstopften Milchdrüsen. Mit verfeinertem Geruchssinn, um den Windelinhalt auf 2 Meter bestimmen zu können. Mit Sorge um den heranwachsenden Kleinkram. Mit all dem unnötigen Muttermistwissen.


Ich riet Teenietussi, eine Freundin anzurufen und sich den richtigen Lösungsweg genau erklären zu lassen. Beruhigenderdings war es am Ende der gleiche wie meiner - doch keine schleichende Verblödung. Nichtsdestotrotz stoße ich in allernächster Zukunft an meine Grenzen und kann ihr nicht mehr helfen *seufz*


Ich KANN ihr allerdings verbal in den Hintern treten, damit sie regelmäßig ihre Vokabeln lernt. Wenn sie's doch nicht macht, bekommt SIE die Quittung und SIE ärgert sich am meisten. Stimmt's, heißgeliebte Teenietussi? Kopf hoch - der nächste Test wird besser!

Kommentare:

  1. Auch Mathenull! Aber ich hab sehr viel dazu gelernt in den letzten Jahren... *rolleyes*

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  2. Ist sowieso am besten, wenn man sich beizeiten für sowas Hilfe von außen holt... innerhalb der Familie hat man auch so bestimmt schon genug Stress. (Und das sage ich nicht nuraus Solidarität zu meinen Mit-Nachhilfelehrern.)

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  3. Komisch, dass Eltern immer die Ersatzpädagogen der Schule sein müssen! Machen wir einfach nicht. Wenn Teenie etwas nicht begriffen hat, soll sie den Lehrer fragen. Alle anderen Dinge bringen wir ihr gerne bei (Sozialkompetenz, Mut, Gerechtigkeitssinn usw.), aber für die Grundbildung ist die Schule da!

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  4. Hihi ... das ist ja witzig. Auch ich musste gestern abend dem pubertierenden Backfisch bei Mathe helfen. Anstatt mal ein paar Tage vorher zu kommen ( man weiss ja auch erst seit gestern abend 19 Uhr , dass heute die Mathearbeit anstand ) .... aber nein. Und dann auch dieses blöde Anblöken ......

    LG vom ELCHfuzzi

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  5. @ Hans: Ich find das - im zumutbaren und machbaren Rahmen - durchaus legitim, zuhause mal nachzufragen, wenn man was nicht verstanden hat. Manchmal reicht einfach ein anderer Ansatzpunkt... eine andere Sichtweise und schon macht's *klick* im Teeniehirn. Natürlich fragt sie im Ernstfall die Lehrer. Aber mal eben so bei den Hausaufgaben? Weil das Pubihirn gerade ein Blackout hat. Was macht ihr dann in einem solchen Fall?

    @ Diandra: Sollten mal wirkliche Probleme auftauchen, hab ich einen fähigen Nachhilfelehrer "an der Hand" hier im Dorf!

    @ ELCHfuzzi: Schön, dass du auch angeblökt wirst. Naja... schön... *hust* Du weißt, was ich meine ;)

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  6. Moah, das kenn ich auch: "Aber wir rechnen das anders!" und dann wird da umständlich rumgepopelt, ich krieg Pickel, wir uns in die Wolle und das Ergebnis ist doch das gleiche.

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  7. Ich find's gut, dass du ihr hilfst! Meine Eltern konnten mir seit der 6. Klasse nicht mehr helfen und wenn ich nach 5 Mal Lehrer fragen immernoch nur Fragezeichen sah, hatte ich halt Pech. Da die komplette Verantwortung der Schule zuzuschieben ist zu einfach. Bei heutigen Klassengrößen und der Menge an Stoff, die in kürzester Zeit durchgepaukt werden muss, ist es oftmals nicht möglich, auf jeden einzeln einzugehen. So schlimm das auch ist, die Schüler (und auch die Lehrer) können nichts dafür! Sie im Regen stehen zu lassen, halte ich für falsch.

    Außerdem gibt es in der zwischenmenschlichen Kommunkation auch zwischen Schülern und Lehrern nicht immer das perfekte Gleichgewicht und nicht jeder, der Ahnung von seinem Fach hat, kann es auch so erklären, dass es jeder versteht.

    Lange Rede kurzer Sinn: Seinen Kindern bei den Hausaufgaben zu helfen, heißt nicht, der Schule Arbeit abzunehmen, sondern sein Kind zu unterstützen.

    Ohne Anblöken geht es scheinbar nicht *lach* Ich gebe Nachhilfe in Englisch und hab schon so manches erstaunte Muttergesicht gesehen, nachdem auf ein Donnerwetter von mir eben kein ZUrückgezicke folgte. Womit wir wieder bei der Kommunikation ... ach, ich rede einfach zu viel ^^

    Schäfchen, du machst das ganz richtig ;)

    Liebste Grüße

    Pony

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  8. @ SusiP: Naja, wenn es wirklich einen anderen Rechenweg gibt, seh ich das ein. Der muss ja für den Lehrer nachvollziehbar sein und sollte schon dem entsprechen, was er vorgegeben hat.
    Wenn ich aber angemosert werde und ich am Ende genau so gerechnet habe, wie sie es hätte tun sollen... dann ärgere ich mich ein klitzekleines bisschen *grmpf*

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  9. Zu meiner Verteidigung!!!

    Das Ergebnis war zwar richtig, aber wir sollten einen anderen Rechenweg benutzen!!

    Damit das mal klar wird

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  10. Wie bei uns... *mitdenaugenroll*

    Und zum Thema Vokabeln lernen - Wenn sie nicht lernt, dann kassiert sie die Quittung. Und seit ich das so locker sehen, sind die unangekündigten Tests auch besser.

    LG

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  11. das schöne ist ja, dass WIR gar nicht dafür verantwortlich sind, die Hausaufgaben der Kinder zu können! Ist das nicht HERRLICH, WIR sind damit schon durch, und es ist IHRE Aufgabe in der Schule aufzupassen, oder aber sich eine Lösung (z.b. jemanden Anrufen) zu erarbeiten!!!!!
    Und...
    ... so ein bisschen traurig war ich schon, als mir mein 9jährigen Waldorfschulkind sagte "mama, das ist die ALTE Rechtschreibung" *heul*
    lg
    claudi

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  12. Liebes Schäfchen, ich war DIE Mathenull schlechthin, bis ich meine Ausbildung begann und ich in der Berufsschule eine echt gute Lehrerin bekam. Dann hatte ich immer Einsen oder gute Zweien. Es kommt also tatsächlich viel auf den Lehrer an.
    Mir graut trotzdem davor, meinen Kindern da irgendwann helfen zu müssen. Kann man nur hoffen, das die Oma dann noch fit ist, die ist ein Mathe-Ass!
    Liebe Grüße
    Karoline

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  13. das mit Mathe, das geht ja noch. Wo ich schon in der fünften Klasse an meine Grenzen stoße ist Englisch - ich war noch nie ein Fremdsprachengenie und hab wirklich alle Grammatik verlernt, von Vokabeln wollen wir mal gar nicht reden....

    LG
    Annette

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  14. Bei uns muss quasi zu Hause nachgeholfen werden, weil die "nette" Mathe-Lehrerin absolut nicht in der Lage ist, es verständlich zu erklären. Und nachfragen in der Schule ist nicht erwünscht, da sind schon SchülerInnen vor die Tür geschickt oder zum Nachsitzen verdonnert worden - geht jetzt übers Amt...
    Und wenn jede Stunde ein anderer Lösungsweg genutzt wird, kann man doch nicht klar kommen. Ich erkläre es immer so, dass es auch alltagstauglich ist - gerade bei % Rechnen...Und schon funzt es - zumindest zu Hause, bei der Klassenarbeit wird dann wieder Angst gemacht und gedroht...Tja, wir als Eltern sind aktiv, aber die Bürokratie-Mühle mahlt gaaaaanz langsam.
    LG und Kopf hoch...
    Dani

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  15. @ Teenietussi
    Was'n DAS für'n "Schwachsinn", den die werten KollegInnen da fordern? *totalaufregdarüber*
    In welcher Klasse bist du denn?
    Hauptsache is doch, dass DU's kapierst und das Ergebnis RICHTIG ist! Alles andere ist überflüssiger Quatsch.... in echt jetzt!
    (... und das sag ich dir als Leerarin ;-)))

    Sei froh, dass und wenn deine Eltern dir überhaupt helfen (können), auch, wenn der Rechenweg ein anderer ist! Das ist absolut legitim und NIEMAND (vor allem nicht der/die LehrerIn) darf sich darüber "aufregen".

    Ansonsten kann ich mich Ponys Worten nur anschließen, Schäfchen! ;-)

    Liebe Grüße,
    SOLEILrouge :-)

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