Nach langer Pause mache ich mal wieder bei der Aktion der
lesenden Minderheit mit. Nicht, dass ich in der Zwischenzeit nie gelesen hätte (muaahaahaa), es passte irgendwie nie was zum jeweiligen Thema und mir fehlte zugegebenermaßen die Muse, mir was entsprechendes rauszusuchen.
Aber diesmal gab es das Thema "Lies ein Buch eines deutsches Schriftstellers". Und zufällig sprang mir in der Fahrbücherei (ich liebeliebeliebe diesen Service) folgendes Buch in die Hand:
Höllenknecht von Ines Thorn.
Kurzbeschreibung:
Mord und schwarze Magie Frankfurt, 1532. Auf dem Römer wird ein menschlicher Arm gefunden, ein paar Tage später ein Bein. Die Frankfurter sind sicher: Ein Kannibale treibt sein Unwesen. Und das ausgerechnet zur Herbstmesse, zu der Händler aus aller Welt in die Stadt strömen! Nur Richterswitwe Gustelies und Tochter Hella lassen sich von der Aufregung nicht anstecken. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie bald auf eine Spur. Ein magisches Buch soll im Umlauf sein, und mancher würde töten, um es zu besitzen...
Meine Meinung:
Solider historischer Roman. Die Sitten und Gebräuche der damaligen Zeit werden glaubhaft beschrieben, wenn auch bewusst (und hier ein Dank an die Autorin) eine moderne, gut verständliche Sprache gewählt wurde.
Mich nervte allerdings, dass die Autorin - so kam es zumindest bei mir rüber - nach dem Motto "Und nun schaut, wie gut ich recherchiert habe!" mit zeitgemäßen Rezepten nur so um sich warf. Das war meist unpassend und wirkte aufgesetzt.
Ansonsten ratterte ich das Buch flott durch, keine großen Überraschungen bei der Auflösung des Rätsels... aber gute Unterhaltung. Mehr will ich ja auch gar nicht!