Donnerstag, 9. Januar 2014

Donnerstag...

... oder wie ein Tag besser NICHT anfangen sollte.

Aufwachen. Körper innerlich scannen. Es tut nix weh. Gutes Zeichen. Raus aus dem Bett. Alles in Ordnung. Trotz der sehr frühen Zeit.

Ab da beginnt es langsam zu kippen. Plötzlich wird das kleine Bad immer voller, weil sich die Kinder aus unerfindlichen Gründen 10 Minuten früher als sonst die Zähne putzen möchten...

Ein paar Minuten später will ich den sinnlos rumhängenden Filius überreden, sich doch mal sein Schulfrühstück selbst  zu basteln. Das hatte seine Schwester damals recht schnell übernommen, weil sie so immer das Wunschfrühstück dabei hat. Praktisch. Filius' nölig hervorgebrachtes Argument "Du kannst das aber viel besser!" nehme ich nicht ernst, weil er sein Abendbrot ja auch selbst zurechtpuzzelt und keine mütterliche Unterstützung mehr dabei braucht. Rabenmutter, ich...

Einige liebevolle Mütter richten morgens so niedliche, 
wirklich wunderbare Bento-Boxen für ihre Kinder. 
Wäre hier angesichts der Futter-Pienzigkeit einfach sinnlos...

Wieder ein paar wenige Minuten später. Die Kinder müssen los. Plötzlicher Aufruhr, der schnell in Panik und Tränenflut ausufert. Filius' Busfahrkarte ist weg! Aberaberaber sie war doch hier in der Jacke... In der Jacke. Aha. Wo sie nicht hingehört. In der Jacke, mit der er gestern Nachmittag auf dem Spielplatz war. Und das bemerken wir eine Sekunde vorm morgendlichen Aufbruch. Schööööön.

Nicht das erste Mal, dass die Busfahrkarte aber genau DA 
(hier bitte beliebigen Aufbewahrungsort einsetzen) war. 
Ganz sicher. Und dann z.B. mitten auf dem Schreibtisch auftauchte.
Ähnlich wie das Handy, das einfach weg... verschwunden... nicht aufzufinden war. 
Das hektisch in allen möglichen Klassenräumen und im Sekretariat gesucht wurde. 
Wodurch der Bus verpasst wurde und ich zur Schule düsen musste. 
Es war weg! Einfach weg! 
Filius durchsuchte - nach eigenen Angaben - den kompletten Schulrucksack. 
Zweimal. 
Ich guckte rein - fasste ein einziges Mal rein - 
und fand das Handy! 
In der dafür vorgesehenen Handytasche des Rucksacks.

Das Kind ist ohne Busfahrkarte los. Bisher kam kein panischer Anruf. Hat scheinbar geklappt. Heute Mittag starten wir die nächste Suchrunde.

Im Büro geht's nahtlos weiter. Noch vor 8 Uhr klingeln beide Telefone und ich könnte stereo telefonieren. Ich schlage mich mit verschollenen Rechnungen rum und Lieferscheinen für Aufträge, die mir gar nicht vorliegen. Sowas liebe ich ja *augenroll* 
Fehlt eigentlich nur noch mein Superduperlieblingskunde. Wenn Rufnummern aus dieser Firma auf meinem Display erscheinen, muss ich immer erst sammeln... es folgt fast jedes Mal ein Problem, das wir zwar nicht verschuldet haben aber trotzdem lösen müssen...

Irgendwie freue ich mich schon jetzt sehr auf den Abend *seufz*

Kommentare:

  1. Das sind so Tage die keiner braucht. Gönn dir heute Abend ein Gläschen Rotwein, du hast es verdient!
    LG Janine

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  2. Ähm ja, das eine oder andere kommt mir bekannt vor. Busfahrkarte suchen....grrrrrr....
    Immer schön ruhig bleiben, dieser Tag wird vorüber gehen, bald hast Du Feierabend und bis dahin hat sich die Busfahrkarte evtl. wieder angefunden.
    Und morgen ist Freutag, äh Freitag, tralala....

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  3. Solche Tage liebe ich auch und kenne dies in verschiedenen Varianten. Dafür liebe ich meinen Donnerstag, da muss ich nämlich um 6 Uhr los und alles dieses so tolle Morgenritual übernimmt mein Mann.....

    Hab einen gemütlichen Abend
    Annette

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  4. Ja, da kommt Freude auf, die keiner gebrauchen kann ;-)
    Morgen wird alles besser! Ehrlich!
    Liebes Grüßle Gudrun

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  5. *lach* ... so schön mitten aus dem Leben geschrieben! Schön!
    Aber auch nervig, ich weiß ... :-(
    Das sind dann so Tage, die man eigentlich gaaaaar nicht möchte! *grmpf*
    Ich hoffe du kannst/konntest deinen Abend genießen?
    Liebe Grüße,
    SOLEILrouge :-)

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